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Auktion: 464 / Wertvolle Bücher am 28.05.2018 in Hamburg Lot 60

 
Objektbeschreibung
Johannes Brahms (1833-1897)
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Wien, 11. IX. 1888 (Poststempel auf beilieg. Umschlag). 3 Seiten. 20,5 : 13,5 cm.

Umfangreiches Schreiben an seinen Freund, den Journalisten Julius Grosser (1844-1901), Korrespondent der Kölnischen Zeitung in Konstantinopel.

Dankt ihm für Nachrichten aus der Stadt am Bosporus und kommentiert die politische Lage. "Von Constantinopel habe ich wohl schon mehr, in jeder Beziehung mehr gelesen als Sie schreiben. Aber freundschaftl. Mittheilung wirkt anders, man liest sie anders als Gedrucktes u. so habe ich durch Ihren Brief besonders lebendige Anschauung von der merkwürdigen Stadt empfangen. Den wieder auftauchenden Gedanken sie zu sehen, konnte ich leicht unterdrücken., denn es ist mir längst klar, daß ich dort keine rechte Freude haben könnte. Ich habe kein Talent zum eigentlich neugierigen Reisenden. (Billroth [d. i. der Chirurg Thomas Billroth, mit Brahms befreundet, 1829-1894]) hat genug um die Reise gedrängt.) Man ist doch vor Allem Mensch u. sieht vor Allem die Menschen. Ich käme aus der traurigsten Sentimentalität nicht heraus. Ich weiß, die Geschichte muß ihren harten Gang gehen - aber wozu soll ich die grausigen Szenen sehen? Ich bleibe bei Italien, wo mir jeder Schritt u. jeder Gedanke nach rückwärts u. vorwärts die schönste menschliche Freude schafft. Das habe ich auch in diesen Jahren wieder erfahren; kein Land kann mir gleichen u. gleich mühelosen Genuß verschaffen."

- ZUSTAND: Mit Falzriß.

Autograph letter, signed. Vienna, Sept 11th, 1888 (poststamp on envelope). Addressed to his friend, the journalist Julius Grosser (1844-1901) who was stationed in Constantinopel as the foreign correspondent for a Cologne newspaper. Brahms thanks him for news from Constantinopel but is reluctant to visit the "strange" town himself as he much prefers Italy. - With tear to fold.

60
Johannes Brahms
Eigenhändiger Brief, 1888.
Nachverkaufspreis: € 6.500
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