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Akkumulation und Fallenbild

Bei Akkumulation und Fallenbild handelt es sich um zwei künstlerische Techniken aus dem Bereich der Objekt- und Materialkunst. Einende Charakteristika von Akkumulation und Fallenbild sind einerseits, dass beiden seit den 1950er Jahren in der Kunst des Neodada und des Nouveau Réalisme ein besonderer Stellenwert zuerkannt wird; andererseits werden jeweils Alltagsgegenstände in den Werken verarbeitet.
Besonderes Kennzeichen der Akkumulation ist die Anhäufung einer größeren Anzahl gleicher oder ähnlicher Objekte, die in einem gemeinsamen räumlichen wie inhaltlichen Zusammenhang präsentiert werden. Besonders eindringlich setzte dies der französische Künstler Arman (1928-2005) um, wenn er Alltagsgegenstände gleichen Themas wie Zahnprothesen, Kannen oder Schachfiguren, die sinnbildlich für die Überbleibsel der Gesellschaft stehen, in Plexiglasbehälter schichtete oder in Kunstharz eingoss. Weitere Künstler, die Akkumulationen anfertigten, sind Jean Tinguely, César und Martial Raysse.
In seinem sogenannten Fallenbild ("tableau-piège"), das der Assemblage nahesteht, verhandelt Daniel Spoerri (geb. 1930) die Wechselwirkung von Kunst und Leben und widmet sich dabei gerne gleichzeitig einem seiner Lieblingsthemen, der Nahrung. Den Herstellungsprozess, der außerdem im Umkreis der ebenfalls von Daniel Spoerri erfundenen Eat Art angesiedelt werden kann, erklärte der Künstler wie folgt: "In unordentlichen oder ordentlichen Situationen zufällig gefundene Gegenstände werden genau dort, wo sie sich befinden, auf ihrer Unterlage (je nach Zufall - Tisch, Stuhl, Schachtel und anderes mehr) befestigt. Verändert wird nur ihre Lage im Verhältnis zum Betrachter: Das Resultat wird zum Bild erklärt, Horizontales wird Vertikales. Beispiel: Die Reste eines Frühstücks werden auf dem Tisch befestigt und mit dem Tisch an der Wand aufgehängt. Bilder dieser Art stellte ich zum ersten Mal beim 'Festival d'Art d'Avantgarde' Paris 1960, aus".


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