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Antipodean Group

Als "Antipodean Group" wird eine Gruppe australischer Maler zusammengefasst, die sich im Februar des Jahres 1959 in Melbourne formierte und lediglich kurze Zeit gemeinsam aktiv war. Zu den Gründungsmitgliedern der "Antipodean Group" rechnen neben dem Kunsthistoriker Bernhard Smith die Maler Charles Blackman (geb. 1928), Arthur Boyd (1920-99), David Boyd (geb. 1924), John Brack (1920-99), John Perceval (1923-2000) und Clifton Pugh (1924-90). Später trat auch Robert (Bob) Dickerson (geb. 1924) der "Antipodean Group" bei.
Der Name und auch das Manifest der Gruppe gehen auf Bernhard Smith zurück, der prägenden und bestimmenden Figur der "Antipodean Group". Sein "antipodean manifesto" wurde dem Katalog zur ersten Ausstellung der "Antipodeans" beigegeben, die im Sommer 1959 in Melbourne ausgerichtet wurde. Die Schrift machte deutlich, welches Ziel die Künstler verfolgten: die Rückkehr zur Figuration. Wie in den USA und Europa war auch in Australien in den 1950er Jahren die Abstraktion zur bedeutendsten künstlerischen Strömung aufgestiegen - die "Antipodean Group", welche die Konfrontation bereits im Namen trug, vertritt den figurativen Widerstand.
Zwar musste die "Antipodean Group" aufgrund dieser Haltung einst heftige Kritik einstecken, doch konnte sie mit der Teilnahme an der Londoner Ausstellung "Recent Australian Paintings" von 1961 auch schon früh einen beachtlichen Erfolg verbuchen. Heute werden viele der ehemaligen Mitglieder der "Antipodean Group" zu den Größen der australischen Nachkriegskunst gezählt.