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Brabanter Fauvisten

Die "Brabanter Fauvisten" bildeten zwischen ca. 1910 und 1923 eine informelle Künstlergruppe, die in Brüssel und der belgischen Provinz Brabant wirkte. Die Bezeichnung "Brabanter Fauvisten" wurde erst 1941 durch den belgischen Kunstkritiker Paul Fierens geprägt, um ihren Stil auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Die Assoziation mit dem Fauvismus lässt sich aus dem starken Interesse dieser Künstler an Farbkontrasten erklären, weshalb sie auch "Brüsseler Koloristen" genannt wurden.
Die "Brabanter Fauvisten" ließen sich vom Impressionismus und vor allem vom Werk James Ensors inspirieren, obwohl sie die "literarische" Variante der symbolistischen Malerei ablehnten. Sie verwendeten eine klare Formensprache mit kräftigen, ungemischten Farben und einer deutlichen Konturierung. Beliebt waren einfache Themen wie Stillleben, ausgewogene Landschaften und alltägliche Szenen, die eine natürliche Spontaneität ausstrahlen und mit einem expressiven Duktus ausgeführt wurden.
Zu den Gründungsmitgliedern der "Brabanter Fauvisten" gehörten Fernand Schirren, Louis Thévenet, Willem Paerels, Charles Dehoy und Auguste Oleffe. Bald kamen Edgard Tytgat, Jean Brusselmans, Anne-Pierre de Kat und Rik Wouters dazu. Die erste Ausstellung der "Brabanter Fauvisten" fand 1912 in der Brüsseler Galerie Giroux statt.


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