Galerie- & Tafelwerke
Als Galerie- bzw. Tafelwerk wird ein hauptsächlich aus Bildtafeln, Karten oder Plänen zusammengestelltes Buch bezeichnet, das häufig in Quart- oder Folioformat gebunden ist. Meist handelt es sich um eine Sammlung von Graphiken zu einem Thema, so z. B. religiöse Zyklen, Landkarten einer Region oder fein kolorierte Hortusblätter. Teilweise sind in Tafelwerken die Tafeln zur einfacheren Durchsicht auch lose in Mappen gelegt worden, wodurch die Bezeichnung Mappenwerke aufgekommen ist. In einem Mappenwerk ist der Text nach Umfang und Inhalt eher als zweitrangig zu betrachten.
Galeriewerke sind als ein Vorläufer des Museumskataloges einer Gemäldegalerie anzusehen. Hierbei handelt es sich um eine Verzeichnis von Reproduktionsstichen nach Gemälden, die als Einzelblatt oder in Zyklen bereits im 17. und 18. Jahrhundert veröffentlicht wurden. So wurden 1753 sehr umfangreich die Gemälde der Galerie Karl Heinrich von Heinekens nachgestochen (zu finden in: Recueil d'estampes d'après les plus célèbres tableaux de la Galérie Royal de Dresde). Im 19. Jh. wurde vor allem die Technik des Stahlstiches zur Reproduktion von Gemälden verwandt. So konnten höhere Auflagen zur weiteren Verbreitung erstellt werden.
Deutsches Maler-
Journal

Auktion 391 - 21.05.12
Lot 411001191
- noch 102 Tage
1890
800 EUR
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