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Lexikon
Künstlerkolonien in Polen

Auch in Polen entstanden im späten 19. Jahrhundert Künstlerkolonien. Ihre bedeutsamsten Ergebnisse erzielten diese jedoch erst im 20. Jahrhundert, als die große Zeit der kollektiven Stadtflucht von Künstlern, die nach dem Vorbild der Schule von Barbizon in ländlichen Gegenden pleinair malen wollten, längst vorüber und neue Themen aktuell waren.
So nahm etwa 1916 in Zakopane, das schon früher Anziehungspunkt für viele Künstler gewesen war, die kunsthistorisch relevante Formismus-Bewegung ihren Anfang.
Erst 1925 wurde auch die St. Lukas-Bruderschaft in Kazimierz gegründet. In der Zwischenkriegszeit hatten sich dort viele Künstler versammelt, darunter Antoni Michalak, Aleksander Jedrzejewski und Boleslaw Cybis, die sich auf die Altmeister des 16. bis 18. Jahrhunderts beriefen, deren Malweise, Farbgebung und Sujetwahl sie aufgriffen.
In Krzemieniec agierte zwischen 1934 und 1937 die "Grupa Krakowska", die junge, antiakademisch ausgerichtete Maler aus Krakau wie Jonasz Stern und Sasza Blonder vereinte, die sich in ihren Werken vom räumlichen Illusionismus verabschiedeten.


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