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Lexikon
Linolschnitt

Der Linolschnitt ist ein grafisches Hochdruckverfahren, das in der Technik dem Holzschnitt ähnelt. Wie im Holzschnitt gibt es auch hier den Weißlinien- und den Schwarzlinienschnitt. Für den Linolschnitt wird mit speziellem Werkzeug ein Negativmuster in das relativ feste Linoleum geschnitten, die fertige Druckplatte wird mit Farbe eingewalzt und dann auf Papier gedruckt. Druckend sind nur die erhabenen Stellen der Linoleumplatte. Im Gegensatz zum Kupferstich und der Radierung eignet sich der Linolschnitt besonders für großflächige, gröbere Motive, die sich in klaren Flächen und mit glatten Umrissen darstellen lassen. Aufgrund des porösen Linoleum-Materials ergeben sich bei geringem Farbauftrag manchmal gesprenkelte Strukturen im Druckbild des Linolschnitts. Mit dem Linoschnitt können auch farbige Drucke hergestellt werden, wobei für jede Farbe eine eigene Druckplatte hergestellt wird, die dann übereinandergedruckt werden. Vor der Entwicklung des Offsetdrucks und der maschinellen Möglichkeit der Gestaltung, ist der Linolschnitt auch für den Reklame- und Plakatdruck eingesetzt worden. Folgende Künstler haben den Linolschnitt häufig verwendet: Maurice Vlaminck, Christian Rohlfs, Karl Rössing und Pablo Picasso. Picasso hat den Farblinolschnitt zum Einplatten-Farbdruck weiterentwickelt.