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Lowbrow Art / Pop Surrealism

Lowbrow Art ist eine Kunstströmung, die sich jenseits der etablierten Galerien- und Museumsszene innerhalb der kalifornischen Subkultur entwickelte. Prägende Bezugsgrößen sind in diesem Kontext unter anderem die Tattoo- und die Comicszene. Die Bildkultur der Lowbrow Art ist genährt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Anime, psychedelischer Musik, Horrorfilmen und Science Fiction. Vor diesem Hintergrund entstehen Gemälde und Zeichnungen, Objekte und Medienkunst, in denen Motive der Popkultur kreativ, voll überbordender Details und immer mit einer gehörigen Portion Witz verarbeitet werden. In ihrer Bezugnahme auf vorgeprägte visuelle Referenzen ist die Lowbrow-Bewegung im Strom der zeitgenössischen figurativen Tendenzen der 1990er Jahre zu verorten.
Obwohl sich die Lowbrow Art erst ab etwa 1994 mit der Herausgabe der Zeitschrift "Juxtapoz" offiziell als Bewegung konstituierte, sind ihre Wurzeln in die Mitte des 20. Jahrhunderts zu verlegen: Hier kann auf Ed "Big Daddy" Roth (1932-2001) hingewiesen werden, der mit der Comicfigur "Rat Fink" ein wichtiges Bild für die Lowbrow Art ersann.
Zu den bekanntesten Lowbrow-Künstlern zählen Anthony Ausgang, Joe Coleman, Georganne Deen, Camille Rose Garcia, Stacy Lande, Manuel Ocampo, Mark Ryden, Todd Schorr und Robert Williams. Gelegentlich wird der Begriff "Pop Surrealism" mit Lowbrow Art gleichgesetzt.


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