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Mail Art / Correspondence Art

Eine besondere Ausprägung der Medienkunst ist die Mail Art. Sie wird auch als Correspondence Art bezeichnet. Wie es diese Kunstrichtung bereits im Namen trägt, befassen sich Kunstwerke aus dem Bereich der Mail Art mit dem postalischen Versenden von Nachrichten oder Gegenständen.
Entscheidend sind die Handlungsparameter, durch die sich die Mail Art beschreiben lässt, geht es doch um das Erstellen einer Nachricht, ihren Versand und die Reaktion darauf. Diese Aktionen vollziehen sich unter Umständen in einem andauernden Kreislauf.
Neben der Aktivität des Mail Art-Künstlers, die als wesentliches Sinnmerkmal gilt, sind darüber hinaus materielle Komponenten von größter Bedeutung für die Ausübung dieser Kunstform. Hierzu zählen das Trägermedium der Botschaft, also das Blatt Papier oder auch die - zum Teil selbst gestaltete - Postkarte, die Versandhülle (Briefumschläge, Päckchen und Pakete) und die Frankierung. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht hier vom Versand eines einfachen Briefes bis hin zu komplexen mehrteiligen Versandaktionen. Auf einer interpersonellen Ebene ist es schließlich die Intention der Mail Art-Künstler, der zwischenmenschlichen Verständigung neue Impulse zu geben.
Die Mail Art ist eine singuläre Entwicklung innerhalb der Kunstgeschichte, die seit den 1960er Jahren weitestgehend unabhängig von tradierten Strömungen entstand. Zu den Hauptvertretern der Mail Art zählen Henryk Bzdok, Joseph Huber, Birger Jesch, Robert Rehfeld und Ruth Wolf-Rehfeld.


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