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Massurrealismus

Der Massurrealismus vereint, wie es der Begriff in sich trägt, Massenmedien und Surrealismus miteinander, um aus dieser Synthese heraus eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Entstanden ist der Massurrealismus zu Beginn der 1990er Jahre. Die Wortschöpfung Massurrealismus geht auf den führenden massurrealistischen Künstler, James Seehafer, zurück. Der Massurrealismus rückt dabei zwei unterschiedliche Prinzipien in den Fokus. Einerseits ist im Massurrealismus die Kombination von Surrealismus und Massenmedien funktional motiviert, wird doch darauf abgezielt, die surrealistische Ideenwelt mit Hilfe der neuen Medien zu ergänzen und hier zu neuen bildnerischen Lösungen zu gelangen. Vor diesem Hintergrund entstehen Werke, die in Anknüpfung an den Surrealismus anstreben, Unbewusstes und Traumwelten abzubilden.
In der Bildsprache massurrealistischer Kunstwerke spielt andererseits die Pop Art eine wichtige Rolle, von der die figurativen, auf Alltägliches rekurrierenden Motive entlehnt sind. Exemplarisch zeigen dies die Arbeiten von James Seehafer, wenn er Straßenschilder, Einkaufswägen oder Leitungsrohre verarbeitet. Massurrealistische Kunstwerke umfassen unterschiedliche Gattungen wie Malerei oder Fotografie. Neben James Seehafer ist die deutsche Malerin Melanie Marie Kreuzhof (geb. 1964) eine der wichtigsten massurrealistischen Künstlerinnen.
Auf einer theoretischen Seite eignet dem Massurrealismus eine starke gesellschafts- und konsumkritische Komponente. In diesem Sinne werden Surrealismus und Massenmedien von einem inhaltlichen Standpunkt aus betrachtet, wenn beispielsweise der häufig unterschwellige Einfluss der Massenmedien auf den Menschen kritisch reflektiert wird.


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