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Lexikon
Medizin

Das Wort Medizin leitet sich vom lat. ‚mederi‘ ab und bedeutet ‚helfen‘, heilen‘. Die ‚ars medicina‘, also die ‚heilende Kunst‘ oder ‚Heilkunde‘ ist somit die Kunde vom gesunden und kranken Menschen, von den Ursachen und Wirkungen von Krankheiten sowie von deren Behandlungsmöglichkeiten und den Vorbeugemaßnahmen.

Das empirische Bestreben zur Heilung von Krankheiten hat es vermutlich seit Menschengedenken gegeben. Die Medizin als Beruf jedoch war in der Regel einem bestimmten Stand vorbehalten und das Wissen wurde so von Generation zu Generation gepflegt und weitergebildet. Im Altertum stand die Medizin wesentlich mit dem religiösen Kultus im Zusammenhang. Mit der großen kulturhistor. Entwicklung im 16. Jahrhundert, dem sog. Humanismus, der Renaissance und der Reformation, nahm das zunehmende Interesse an Naturwissenschaften mehr und mehr Einfluß auf die Disziplin der Medizin. Besonders die Anatomie wurde in dieser Periode zu einer der Grundlage der Medizin in den folgenden Jahrhunderten erhoben.

Im 18. Jahrhundert stand im Besonderen die Seele als Grundprinzip des Lebens im Mittelpunkt. Überhaupt bildeten sich zunehmend in dieser Periode der Medizin Spezialgebiete, wie z. B. Kinderheilkunde oder die Psychiatrie. Der Übergang in die Moderne zeigt einerseits ein unaufhaltsames Fortschreiten von Entdeckungen in den Naturwissenschaften, was die Medizin stetig beeinflußt. Andererseits erfahren besonders zahlreiche spekulative Systeme eine weite Verbreitung im Bereich der Medizin, wie z. B. die Homöopathie.



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