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Mülheimer Freiheit

Die Kölner "Neuen Wilden" sind auch als die Maler der "Mülheimer Freiheit" bekannt geworden, da sie ihre Werke in ihrem Gemeinschaftsatelier mit der Adresse "Mülheimer Freiheit Nr. 110" in Köln-Mülheim ausstellten.
Die "Mülheimer Freiheit", die bald nach den Berliner "Wilden" auf den Plan trat, offenbarte ein etwas anderes künstlerisches Temperament: Während die "Heftige Malerei" in Berlin noch eine echte Stilepoche versprochen hatte, herrschte in Köln eine deutlicher ausgeprägte künstlerische Individualität. Die Kunst von Hans Peter Adamski (geb. 1947), Peter Bömmels (geb. 1951), Walter Dahn (geb. 1954), Jiri Georg Dokoupil (geb. 1954), Gerard Kever (geb. 1956) und Gerhard Naschberger (geb. 1955) lässt sich nicht leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Mit dem Satz "mir geht es in meinen Bildern um mich selbst" hatte Peter Bömmels die unbedingte Subjektivität der "Mülheimer Freiheit" einmal auf den Punkt gebracht.
Dessen ungeachtet entstanden auch Gemeinschaftsarbeiten wie jene von Walter Dahn und Jiri Georg Dokoupil, die ihren Protest gegen die etablierte Kunst deutlich zum Ausdruck bringen. Surrealismen kennzeichnen viele Arbeiten von Peter Bömmels, während Hans Peter Adamski seine Werke gezielt verklausulierte.


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