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Nouvelle École de Paris

Die Bezeichnung "Nouvelle École de Paris" ist der sogenannten "École de Paris" entlehnt, zu der in den 1920er Jahren Künstler wie Pablo Picasso, Amedeo Modigliani, Joan Miró, Chaim Soutine, Max Ernst und Marc Chagall gerechnet wurden.
Demgegenüber umfasst die Nouvelle École de Paris die Zeitspanne etwa zwischen 1945 und 1960. Sie bezeichnet keine Stilform oder Schule im eigentlichen Sinne, sondern wird vielmehr als Synonym für die Entwicklung der abstrakten Malerei in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg genutzt. Vor diesem Hintergrund war die Nouvelle École de Paris von besonderer Bedeutung für das Informel, den Tachismus und die Lyrische Abstraktion, deren Entwicklung sie grundlegend vorbereitete, mittrug und begleitete. Die künstlerischen Positionen der Nouvelle École de Paris wurden über einflussreiche Ausstellungen, die Anfang der 1950er Jahre in Paris stattfanden, ins öffentliche Bewusstsein gebracht.
Französische Künstler, die der Nouvelle École de Paris zugeordnet werden können, sind unter anderem Jean-Michel Atlan, Raymond Guerrier, Jean Dubuffet, Pierre Soulages, Nicolas de Staël, Gustave Singier, Jean Fautrier, Jacques Busse und Jean Messagier. Daneben findet sich ein internationaler Künstlerkreis, zu dem beispielsweise Hans Hartung, Horia Damian, Natalia Dumitresco, Greta Freist, Bram van Velde, Serge Poliakoff, Richard Mortensen und Ida Karskaya gehören. Außerdem bestanden Kontakte zu den CoBrA-Künstlern.