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Novembergruppe

Die "Novembergruppe" wurde 1918 in Berlin gegründet und löste sich erst 1933 auf, als sie von den Nationalsozialisten verboten wurde. Der Name "Novembergruppe" bezieht sich auf die deutsche Novemberrevolution von 1918 und spiegelt den rebellischen Charakter der Vereinigung wider.
Die Initiatoren waren die Expressionisten Max Pechstein (1881-1955) und César Klein (1876-1954), die alle Gleichgesinnten zur Reorganisation der Künste aufriefen. Bald zählte die "Novembergruppe" über hundert Mitglieder aus verschiedenen avantgardistischen Bewegungen aus allen Teilen des Landes. Die meisten kamen aus den Bereichen des Expressionismus, wobei das Ideal einer Synthese der Künste erhalten blieb. So waren nicht nur die Malerei, die Bildhauerei und die Architektur, sondern auch die Musik und das Theater in der "Novembergruppe" vertreten.
Viele Mitglieder der "Novembergruppe" gehörten zudem dem "Arbeitsrat für Kunst" an - mit einer stärkeren politischen Orientierung - und plädierten für eine radikale Veränderung der Kunst. Beide Gruppierungen übernahmen das expressionistische Ideal des Erneuerungspotentials der Kunst und trugen zur Konsolidierung der Moderne nach dem Ersten Weltkrieg bei. Dafür organisierte die "Novembergruppe" während der zwanziger Jahre zahlreiche (Wander-)Ausstellungen sowohl in Deutschland als auch in Rom, Moskau und Japan. Konzerte, Vortragsreihen und Lesungen gehörten ebenfalls zum Programm der "Novembergruppe".
Zu den bedeutendsten Künstlern der "Novembergruppe" zählen Wassily Kandinsky, Heinrich Campendonck, Lyonel Feininger, Otto Freundlich, Paul Klee, Käthe Kollwitz, Walter Gropius, Hugo Häring, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Alban Berg, Kurt Weil und Bertold Brecht.