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Pattern Painting

Patterning Art, auch als Pattern Painting, Decorative Art oder Mustermalerei bezeichnet, entstand in den späten 1960er Jahren in Nordamerika und existierte etwa zwei Jahrzehnte. Ausgehend von den USA verbreitete sich der Stil nach einer Ausstellung im Palais des Beaux Arts in Brüssel auch in Europa; der Höhepunkt der Bewegung fällt in die späten 1970er Jahre.
Patterning Art ist besonders in den USA als Gegenbewegung zur die rationale Strenge betonenden Minimal Art zu verstehen.
Die Bezeichnung (engl. pattern = Muster) beschreibt die stilistische Prägung, die das Ornament als Grundmotiv betont. Dabei bezieht sich das Pattern Painting auf orientalisches Dekor, asiatische und südamerikanische Volkskunst und die farbenfrohen, oftmals das Arabeskenhafte akzentuierenden Werke von Henri Matisse und seinem Kreis, welche in besonderem Maße auf die französische Ausprägung der Patterning Art wirkten. Ferner wird gerade für die europäische Variante der Strömung der Jugendstil mit seiner dekorativen, den Zierrat betonenden Kunstauffassung entscheidender Anknüpfungspunkt.
Kennzeichen des Pattern Painting ist die zumeist großformatige Umsetzung von tapetenhaft aufgefassten Flächenmustern und die Zusammenfügung dekorativer Ornamentik zu stark buntfarbigen Kompositionen. Dabei herrscht eine expressiv-gestische Tendenz vor, die die Patterning Art mit der neoexpressiven Kunst jener Jahre verbindet.
Zu den Hauptvertretern des Pattern Painting werden Kim MacConnel, Tina Girouard, Joyce Kozloff, Frank Faulkner, Robert Kushner, François Rouan, Kendall Shaw und Miriam Shapiro gerechnet, in Deutschland wird Sigmar Polke in Verbindung mit der Patterning Art gebracht.


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