Performance
Der Begriff "Performance" umfasst darstellerische künstlerische Ausdrucksformen, die dem Bereich der Aktionskunst zuzurechnen sind. Im Unterschied zur Aufführungspraxis einer Theaterinszenierung will die Performance einen Handlungsverlauf nachzeichnen, dessen wesentliche Bezüge im Leben verankert sind. In diesem Sinne will die Performance Aspekte des Lebens in die Kunst überführen und dort sichtbar machen. Das Werkzeug für diese Übersetzungsleistung ist dabei der Körper des Künstlers, mit dem er agiert. Grundsätzlich findet eine Performance ohne Beteiligung des Publikums statt, das, falls es überhaupt anwesend ist, in der Rolle des Beobachters bleibt.
Entwicklungsgeschichtliche Voraussetzungen sind die performativen Ansätze von Dadaismus, Futurismus, Bauhaus und Surrealismus, daneben wirkten vor allem in den USA der moderne Ausdruckstanz und das Tanztheater, hier ist beispielsweise der Choreograph Merce Cunningham anzuführen, prägend. Die Tendenz, den eigenen Körper zum Medium künstlerischen Ausdrucks zu machen, war außerdem im Fluxus-Event und im Happening angelegt. Eine besondere Spielart der Performance ist die Body Art: Hier begreifen die Künstler ihren Leib gleichsam als Werkmaterial, das sie im Rahmen der Aktion bearbeiten.
Wichtige Performance-Künstler sind unter anderem Joseph Beuys, Gilbert & George, Meredith Monk, Ulrike Rosenbach und Carolee Schneemann.

