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Lexikon
Post Painterly Abstraction

In der Kunstgeschichte ist im Zusammenhang mit dem amerikanischen Abstrakten Expressionismus gelegentlich von "Post Painterly Abstraction" die Rede. Der Terminus "Post Painterly Abstraction" geht zurück auf eine Ausstellung, die der amerikanische Kunstkritiker Clement Greenberg organisierte und die unter dem selben Titel 1964 in Los Angeles, Minneapolis und Toronto gezeigt wurde. Die Werke, die in der Ausstellung "Post Painterly Abstraction" versammelt waren, stammten unter anderem von Walter Darby Bannard, George Bireline, Jack Bush, Gene Davis, Paul Feeley, Sam Francis, Helen Frankenthaler, Al Held, Ellsworth Kelly, Morris Louis, Jules Olitski, Raymond Parker und Frank Stella und waren in der Mehrzahl zu Beginn der 1960er Jahre entstanden. Sie fokussierten vordergründig plan aufgetragene Farbflächen als Ausdrucksmittel, weshalb sie sich von den Gemälden des "Action Painting", die den Entstehungsprozess des Bildes und die gestische Handschrift des Künstlers betonten, fundamental unterscheiden. Für Clement Greenberg war das einende Charakteristikum dieser Gemälde, dass sie sich durch ihre werkimmanente Offenheit und Klarheit ("openness and clarity") auszeichneten.
Der Begriff "Post Painterly Abstraction", der gelegentlich auch in seiner Übersetzung "Nachmalerische Abstraktion" gebraucht wird, bezeichnet heute recht allgemein abstrakte, genuin amerikanische Kunstströmungen seit den 1960er Jahren, unter anderem Hard Edge, Color Field Painting und Systemic Painting.