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Psychologie

Die Bezeichnung “Psychologie” setzt sich aus den griechischen Worten “psyche” für Seele und “logos” für “Lehre” zusammen und läßt sich somit als “Seelenkunde” übersetzen. Unter Psychologie versteht man heute die Wissenschaft von den Ursachen und Bedingungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens, von den Tatbeständen und Bestimmungen des seelischen Lebens. Bei der Psychologie handelt es sich um eine streng empirische, interdisziplinäre Wissenschaft, sie kann dementsprechend nicht ausschließlich den Geistes-, Sozial- oder Naturwissenschaften zugerechnet werden. Obwohl die Psychologie eine lange Vergangenheit hat und sich bis zu Platon und Aristoteles zurückverfolgen läßt, wurde sie erst ab dem 19. Jahrhundert als Wissenschaft anerkannt. So hat die wissenschaftliche Psychologie ihre Wurzeln im Empirismus und in der Aufklärung. Wichtige Vertreter der Anfangsjahre waren beispielsweise W. Wundt, E. H. Weber, F. Galton, C. von Ehrenfels und G. T. Fechner.

Die Psychologie verzeichnet zahlreiche Fachrichtungen. Dementsprechend existiert unter anderem die experimentelle Psychologie, die in der Untersuchung des Denkens, Willens, der bedingten Reflexe und Intelligenz eine große Ausweitung erfuhr, die differentielle Psychologie, die aus dem Interesse an individuellen Besonderheiten hervorgegangen ist, sowie die Entwicklungs-, die Gestalt- und die ganzheitliche Psychologie. Darüber hinaus gibt es die Psychoanalyse und die Tiefenpsychologie, die bei der Erklärung des Seelischen stets das Unterbewußte mit berücksichtigen.

Zu den wichtigsten klassischen Werken der Psychologie zählen beispielsweise Die Traumdeutung, Jenseits des Lustprinzips und Das Ich und das Es von Sigmund Freud sowie Symbol und Libido, Die Beziehung zwischen dem Ich und dem Unbewußten und Psychologie und Erziehung von Carl Gustav Jung.



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