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Salon des Réalités Nouvelles

Unter der Bezeichnung "Salon" fanden in Paris seit dem 17. Jahrhundert Kunstausstellungen statt. Die Entstehung des "Salon des Réalités Nouvelles" datiert im Jahr 1946. Der "Salon des Réalités Nouvelles" diente den Vertretern der geometrisch-abstrakten Kunstauffassung, beispielsweise den Konkreten Künstlern und den Konstruktivisten, als Plattform, um ihre Werke der Öffentlichkeit vorzustellen. Josef Albers, Olle Baertling, Victor Vasarely und Michel Seuphor gehörten zu den Künstlern, die im "Salon des Réalités Nouvelles" ihre Werke zeigten.
Die Qualität der ausgestellten Kunstwerke ebenso wie die zu den Schauen publizierten Kataloge machten den "Salon des Réalités Nouvelles" rasch zu einem der wichtigsten internationalen Podien für geometrisch-abstrakte Kunst. Dies führte unter anderem dazu, dass beispielsweise im Jahr 1948 die Werke von abstrakt arbeitenden deutschen Künstlern, darunter Willi Baumeister, Hubert Berke, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Erich Fuchs und Rupprecht Geiger, im "Salon des Réalités Nouvelles" präsentiert wurden.
Im Verlauf der Jahre öffnete sich der "Salon des Réalités Nouvelles" für andere Kunstrichtungen, sodass zunehmend Vertreter aus dem Informel, der Lyrischen Abstraktion und dem Tachismus sowie Bildhauer, unter anderem Robert Jacobsen und Berto Lardera, ihre Werke zeigten.
Bis zum Ende der 1950er Jahre sollte der große Erfolg des "Salon des Réalités Nouvelles" andauern, ehe er allmählich an Einflusskraft verlor.