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Stuttgarter Neue Sezession

Die "Stuttgarter Neue Sezession" entstand 1929 als Reaktion auf die "alte" Sezession, die in Stuttgart 1923 gegründet worden war. Die wichtigste Neuerung der "Stuttgarter Neuen Sezession" war die Abschaffung der "Jury", die die Auswahl der Bilder für die Ausstellungen traditionell bestimmte. Das Kriterium der "Juryfreiheit" hatte in den zwanziger Jahren auch zur Gründung anderer Vereinigungen geführt.
Die "Stuttgarter Neue Sezession" unterscheidet sich von ähnlichen Gruppierungen durch ihre Festlegung auf eine künstlerische Richtung, den "expressiven Realismus". Aus diesem Grund handelte es sich bei der "Stuttgarter Neuen Sezession" auch um eine recht kleine Gruppe, die im Laufe der Zeit von acht auf 17 Mitglieder wuchs. Ungewöhnlich sowohl für eine Ausstellungsvereinigung als auch für eine Sezession ist die relative Homogenität der ausgestellten Werke: Das Malerische beherrscht die Gemälde und erreicht in Porträt, Landschaft oder Stillleben eine taktile plastische Wirkung.
Vor der Zwangsauflösung der "Stuttgarter Neuen Sezession" durch die Nationalsozialisten fanden drei Ausstellungen statt. Zur ersten Gruppenschau erschien 1929 ein Katalog mit den Statuten der "Stuttgarter Neuen Sezession". Die bedeutendsten Gründungsmitglieder der "Stuttgarter Neuen Sezession" sind Wilhelm Geyer, Manfred Henninger, Manfred Pahl, Alfred Lehmann und Gustav Schopf.


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