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Toyismus

Der Toyismus wurde 1992 mit der Niederschrift des für die Bewegung zentralen Manifestes "moeder" (niederländisch für "Mutter") in den Niederlanden aus der Taufe gehoben. Der Umgang mit diesem Manifest gibt Auskunft über die Merkmale des Toyismus, da sein Wortlaut der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Der Titel des Manifests scheint demnach programmatischen Charakter zu besitzen, da die Schrift ein gleichsam matriarchales und geistige Nahrung spendendes Familienoberhaupt zu sein scheint. Sinnfällig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Künstler anonym bleiben und sich lediglich über ein Pseudonym und ein zugehöriges Symbol nach außen hin präsentieren. Als alleiniger Ausdruck der Subjektivität der Künstler fungieren ihre Werke.
Der gemeinschaftliche Anspruch wird darüber hinaus im Oeuvre der Künstler offenbar, das einende Charakteristika aufweist. Die sattbunten Bilder sind einer figurativen Auffassung verpflichtet. Die markanten Konturlinien, die entweder fest umrissen oder punktuell unterbrochen sind, nehmen eine zentrale Rolle innerhalb der Komposition ein. Häufig sind die Motive einem comicähnlichen Stil verpflichtet.
Die Toyismus-Künstler heißen Mr. Alfago, Mr. Blaak, Mr. Defo, Miss Fihi, Mr. Jaf'r, Miss Mwano, Miss Sassy und Mr. Toescat. Mit der erneuten Publikation des Manifestes im Jahr 2002 öffnete sich die Bewegung für neue Künstler - allerdings kann es nicht mehr als 26 Toyisten geben, da jedes Toyisten-Pseudonym mit einem anderen Buchstaben des Alphabetes beginnen muss.


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