Auktion: 455 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 24.11.2017 in München Lot 34


34
Max Klinger
Ein Handschuh - Opus VI, 1881.
Radierung
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 16.250

(inkl. Käuferaufgeld)
Ein Handschuh - Opus VI. 1881.
Mappe mit 10 Radierung en.
Singer 113-122. Jeweils in der Platte unterhalb der Darstellung typografisch bezeichnet und oben rechts nummeriert. Blatt X zudem in der Platte monogrammiert, datiert und bezeichnet "Op. MK VI / c. 1878 r. 1880". Feinzeichnende Drucke auf chamoisfarbenem Velin (teils mit Wasserzeichen "Holland" und ligiertem Monogramm). Bis 25,7 x 34,7 cm (10,1 x 13,6 in). Papier: 40 x 50 cm ( 15,7 x 19,6 in).
Vollständige V. Ausgabe von 1924. Mit dem typografischen Titelblatt, in der Original-Mappe mit goldgeprägtem Titel. Gedruckt von Giesecke & Devrient, Leipzig, herausgegeben vom Verlag Gertrud Hartmann-Klinger. [CB].

Max Klinger schildert den Fund eines Handschuhs, den eine Dame auf einer Rollschuhbahn verliert. Der Held hebt diesen Handschuh auf und nimmt ihn mit sich. Als er sich schlafen legt, hat er nun unter dem Einfluss seiner Verliebtheit einige abenteuerlicher Träume, die sich um den Handschuh seiner Angebeteten entspinnen.
Grundlage der Erzählung sind autobiografische Erlebnisse des Künstlers. Während seiner Studienzeit an der Akademie lernte Klinger auf der Berliner Rollschuhbahn die junge Kubanerin "T." kennen, mit der er eine Liebesaffäre beginnt. Zunächst verarbeitet er die Erlebnisse in einer Folge von Federzeichnungen, die er im Frühjahr 1878 im Verein Berliner Künstler ausstellt. 1881 greift Klinger für seine sechste Radierfolge auf diese Thematik zurück. Auf dem ersten Blatt der Folge porträtiert Klinger sich und seinen engen Studienfreund Hermann Prell in den beiden links am Rande stehenden Männern.



34
Max Klinger
Ein Handschuh - Opus VI, 1881.
Radierung
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 16.250

(inkl. Käuferaufgeld)