Auktion: 285 / Kunst des XX. Jahrhunderts und Muenchner Schule am 05.12.2003 Lot 51

 
Ernst Ludwig Kirchner - Schreitender Akt im Freien (Frauenakt)


 
51
Ernst Ludwig Kirchner
Schreitender Akt im Freien (Frauenakt), 1933.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 6.095

(inkl. 15% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung

Schreitender Akt im Freien (Frauenakt)
Kreidezeichnung in Schwarz, um 1933
Rechts unten signiert. Verso in brauner Tusche mit der hs. Registriernummer "KSM 5". Auf festem, gelblichem Zeichenpapier 49 x 33,5 cm ( 19,2 x 13,1 in), blattgroß.
Verso mit einer begonnenen Studie "Frauenakt", schwarze Kreidezeichnung.

Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv c/o Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern, dokumentiert

PROVENIENZ: Sammlung Gervais, Zürich/Lyon (in den 1930er Jahren).
Privatsammlung Israel.

Ausstellung: Deutsche Meisterzeichnungen der letzten hundert Jahre, Graphisches Kabinett Galerie Pels-Leusden, Berlin 1973, Kat.Nr. 52 (mit Abb.).

Kirchners stilistische Entwicklung lässt sich u.a. in seinen Zeichnungen sehr gut nachvollziehen. Der Kunsthistoriker und Schriftsteller Karlheinz Gabler hat hier die entscheidenden historischen Epochen in Kirchners Werk erfasst und umfassend dargestellt. Er scheidet als Hauptgruppen die sensualistischen Dresdener, die spirituellen Berliner, die elementar-naturverbundenen Davoser und die abstrahierend späten Jahre, zu denen unsere Zeichnung gehört. Ist Kirchners Linienführung in der Frühzeit noch eher lyrisch zu nennen - verbunden mit weichem Strich, der die Kontur betont - so kommt er in der Zeit ab 1927 zur geschlossenen Form, die auch die Binnenflächen füllt. Unsere Zeichnung steht wohl in Zusammenhang mit dem Holzschnitt "Maler und zwei Frauen" (vgl. Dube H 583), der das Haltungsmotiv des schreitenden Frauenaktes in die Komposition einbezieht. [DP]

51
Ernst Ludwig Kirchner
Schreitender Akt im Freien (Frauenakt), 1933.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 6.095

(inkl. 15% Käuferaufgeld)