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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 151

 
Objektbeschreibung
Stiry. 1953/1989.
Acryl auf Leinwand.
Unten mittig kaum sichtbar signiert. Verso auf der Leinwand zweifach signiert (davon einmal in Druckbuchstaben) sowie datiert "1953_89", betitelt sowie mit ,,3710" und den Maßangaben bezeichnet. Ausgeführt 1989. 75,2 x 60,5 cm (29,6 x 23,8 in) . [CH].

- Besonders schönes Beispiel für Vasarelys unvergleichlichen Umgang mit Geometrie und Symmetrie.
- Vasarely wird 2018/2019 mit zwei Retrospektiven gefeiert - im Städel Museum in Frankfurt am Main und im Pariser Centre Pompidou
.
Mit einer Fotoexpertise von Pierre Vasarely, Präsident der Fondation Vasarely, allgemeiner Vermächtnisnehmer und Inhaber der Urheberpersönlichkeitsrechte Victor Vasarelys, vom 30. Januar 2016. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde des Künstlers, bearbeitet von der Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, aufgenommen.

PROVENIENZ: Sammlung Petersburg Press, London.
Privatsammlung Europa.

Essay
In der hier angebotenen, 1989 ausgeführten Arbeit greift Victor Vasarely auf eine bereits 1953 entwickelte Konzeption zurück, die der Periode ,,Gordes-Cristal" zuzuordnen ist. Diese Werkphase gilt als eine der vielfältigsten im Œuvre des Künstlers und wird als die für seine künstlerische Weiterentwicklung wichtigste Zeit beschrieben. Die damals entstandenen Ideen und Überlegungen beschäftigen Vasarely im Laufe seines Lebens immer wieder von Neuem. Seine Faszination gilt hierbei der Geometrie, die in den Arbeiten der Periode ,,Gordes-Cristal" immer deutlicher in Erscheinung tritt und als Bildthema letztendlich in einem Großteil der Werke dieser Zeit Verwendung findet. Das hier angebotene Werk entspricht dabei zusätzlich exakt der Vorstellung des Künstlers vom "gleichmäßig ausgefüllten Bildfeld, in dem es keine priviligierten Partien mehr geben darf, in dem Grund und Form, oben und unten, links und rechts - im Gegensatz zu den asymmetrischen Arbeiten der Konstruktivisten - ausgeglichen werden sollen." (Werner Spies, Periode 'Gordes-Cristal', in: Ausst.- Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen/Wolfsburg/Bottrop 1997/98, S. 65). Der Künstler unterteilt die Malfläche für das Auge angenehm symmetrisch, wiederholt jede Form und gibt jeder Farbe gleich viel Raum. Nur in der oberen rechten Ecke erlaubt sich der Künstler die Freiheit, die grüne Fläche mit ein wenig Blau zu überlagern. Vasarely hat das letzte Wort und ordnet seine Malerei damit nicht völlig der Geometrie unter. Die Darstellung behauptet sich und erhält ihre spannungsreiche Ästhetik. [CH]
151
Victor Vasarely
Stiry, 1953/1989.
Acryl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 45.000
+
 


Weitere Abbildungen
Victor Vasarely - Stiry - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Victor Vasarely "Stiry"
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