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Auktion: 485 / Editionen am 07.06.2019 in München Lot 27

 
Objektbeschreibung
Bacchanale au Taureau Noir. 1959.
Farblinolschnitt.
Baer 1253 B g 2 a (von g 2 ß). Bloch 935. Signiert und nummeriert. Aus einer Auflage von 50 Exemplaren. Auf festem Velin von Arches (mit Wasserzeichen). 52,7 x 63,9 cm (20,7 x 25,1 in). Papier: 62 x 74,8 cm ( 24,4 x 29,4 in).
Herausgegeben von der Galerie Louise Leiris, Paris 1960.

Essay
Um 1958 entdeckt Pablo Picasso eine fast vergessene grafische Technik für sich neu. Der Linolschnitt, besonders der farbige, ist ursprünglich eine bevorzugte Technik des Jugendstils. Das leicht zu schneidende Linoleum erlaubt kühnere Kompositionen als der Holzschnitt. Picasso gewinnt der Technik alle nur erdenklichen sich ihm bietenden Möglichkeiten ab. Das erlaubt ihm, wie im vorliegenden Blatt, auch unorthodox zu Werke zu gehen. Wird normalerweise im Farbholzschnitt wie auch im Linolschnitt die Druckfolge von Hell nach Dunkel eingehalten, so kehrt Picasso den Vorgang teilweise um und druckt die hellen Wolken erst nachträglich über das Blau des Himmels. Der fast spielerische Umgang mit der Technik setzt deren genaue Kenntnis voraus und zeigt, dass Picasso nicht nur ein herausragender Künstler, sondern auch ein ausgezeichneter Handwerker ist. Sein umfangreiches grafisches Werk ist dafür geradezu ein Musterbeispiel. Ähnlich wie mit der Technik hält es Picasso auch mit den Sujets seiner Werke. Tanzende und Flöte spielende Faungestalten sind einer seiner bevorzugten Themenkreise. Picassos Bukolik ist immer archaisch wild, ist Teil seines Temperaments, welches den Künstler zeitlebens beflügelt, das Ungewöhnliche zu wagen. [KD]
27
Pablo Picasso
Bacchanale au Taureau Noir, 1959.
Farblinolschnitt
Schätzung:
€ 45.000
Ergebnis:
€ 56.250

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
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