Auktion: 490 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 22.11.2019 in München Lot 119001695

 
119001695
Francina Louise Schot-Martin
Stillleben mit toter Taube, Nach 1850.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 4.000 - 6.000
+
Objektbeschreibung
Stillleben mit toter Taube. Nach 1850.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. 89 x 73 cm (35 x 28,7 in).

PROVENIENZ: Kunsthaus am Museum, Keulen, Auktion 20.-23.3.1985, Los 1546.
Privatsammlung Rheinland.



Essay
Die Apothekertochter Francina Louise Schot widmet ihr Schaffen der Porträt- und Stilllebenmalerei. Diese traditionsreiche Bildgattung, die im Zeitalter des Barock wohl ihre höchste Ausprägung fand, erfreut sich im 19. Jahrhundert neuer Beliebtheit. Die Gruppierung verschiedener Früchte, Tiere und Objekte erfolgt dabei nach ästhetischen wie oftmals auch nach symbolischen Gesichtspunkten und strebt nach der möglichst täuschend echten Wiedergabe des Naturvorbilds. Das hier angebotene Jagdstillleben zeigt auf einem geschnitzten Holztisch mit Silberplatte und weißem Tuch ein Arrangement aus weißen und roten Trauben, Pfirsichen, Artischocken, Disteln und Weinblättern, über denen ein erlegtes Rebhuhn von der Decke hängt. In nahezu altmeisterlicher Manier bannt die Künstlerin, die 1847 zum Ehrenmitglied der Königlichen Akademie für Bildende Künste in Amsterdam ernannt wird, die Objekte auf die Leinwand. Besonders fein beobachtet sind die Lichtreflexe auf dem zarten Bauchgefieder des Rebhuhns, der glatten Oberfläche der prallen Weintrauben sowie der samtigen Struktur der Weinblätter. Durch das seitlich einfallende Licht und die kontrastreich nebeneinandergesetzten und doch sanften Farbübergänge wird das Volumen der Früchte und Blätter auf subtile Weise betont. Die Signatur des Werks mit "F.L. Martin née Schot" verweist auf einen Entstehungszeitpunkt nach der Heirat mit dem Direktor des Rotterdamer Tiergartens, Pierre Henri Martin, den Francina Louise Schot im Jahr 1850 ehelicht. [FS]
 


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