Auktion: 495 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst am 07.12.2019 in München Lot 203

 
203
Rupprecht Geiger
E 75, 1949.
Eitempera
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 50.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
E 75. 1949.
Eitempera auf Holz.
Dornacher/Geiger 40. Verso signiert und bezeichnet. 42,5 x 70,5 cm (16,7 x 27,7 in).

Frühe Arbeit.
Aus dem Gründungsjahr der Künstlergruppe "ZEN 49".
Eines der ersten vollständig abstrakten Gemälde
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland (in den 1950er Jahren direkt beim Künstler erworben).

AUSSTELLUNG: Zen 49, Central Art Collecting Point, München 1950.
Rupprecht Geiger, Gemälde, Kunst und Museumsverein, Wuppertal 1965.

Essay
Nach einem anfänglichen Architekturstudium wendet sich Rupprecht Geiger erst nach dem Krieg der Malerei zu. Für den Autodidakten wird bald die Farbe selbst das Motiv seiner Bilder. Sie ist Darstellungsgegenstand und Beweggrund zugleich, in der sich das Naturempfinden und die Suche nach der künstlerischen Umsetzung äußert. 1949 stellt er die erste Reihe vollständig abstrakter Gemälde aus, deren Formengebilde ihm noch als Gerüst zur Wiedergabe seiner Farberlebnisse dienen. Befreit von aller überflüssigen Gegenständlichkeit versucht er, in seinen Gemälden "Farbe so zu vergegenwärtigen, daß Wahrnehmung, Empfindung soweit wie möglich durch nichts vom Erfahren der Farbe selbst abgelenkt werden." (Jürgen Morschel, Über Rupprecht Geiger, in: Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 1, München 1988/92, S. 6). [SM]
203
Rupprecht Geiger
E 75, 1949.
Eitempera
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 50.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)