Auktion: 503 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 17.07.2020 in München Lot 120000323

 
120000323
Hans Hartung
Sans titre (24 mai 1975), 1975.
Mischtechnik
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
+
Objektbeschreibung
Sans titre (24 mai 1975). 1975.
Mischtechnik. Acryl und Collage auf festem Karton.
Links unten signiert und datiert. 36 x 55,8 cm (14,1 x 21,9 in).

• Aufgrund der formalen Strenge und farblichen Reduktion außergewöhnliche Komposition.
• Eine der seltenen Arbeiten, in denen Hartung seine abstrakten Liniengefüge mit collagierten Elementen kombiniert.
• Das Musée de la Ville de Paris würdigt den Begründer des Infomel jüngst mit einer großen Retrospektive (11. Oktober 2019 - 1. März 2020)
.
Die Arbeit ist im Archiv der Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergmann, Antibes, registriert und wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

PROVENIENZ: Galeria Joan Prats, Barcelona (1977).
Galeria Sebastià Jané, Barcelona.
Wohl Privatsammlung Barcelona.
Galeri Setareh, Düsseldorf (auf der Rahmenrückpappe mit dem Etikett).

AUSSTELLUNG: Hans Hartung, Galeria Joan Prats, Barcelona 1977.
Hans Hartung, Pintura 1973-1977, Galeria Sebastià Jané, September - Oktober 1990, S. 7.

LITERATUR: Rafael Santos Torroella, Hartung. Olis i aiguades damunt cartró, Barcelona 1977, S. 103, Nr. 43.
"Schwarz ist zweifellos meine Lieblingsfarbe. Ein absolutes, kaltes, tiefes, intensives Schwarz. Und ich liebe Farben auf denen starke Kontraste möglich sind."
Hans Hartung, zit. nach: Franz-W. Kaiser u. a., Hartung x 3, o. O. 2003, S. 214.

Essay
Bereits in den 1970er Jahren wird Hans Hartungs malerisches Œuvre, das als wegweisend für die europäische Abstraktion des Informel gilt, nicht nur in Deutschland mit einer Retrospektive im Wallraf-Richartz-Museum in Köln, sondern auch 1975 mit einer Einzelausstellung im Metropolitan Museum in New York geehrt. Die New Yorker Ausstellung präsentiert ausschließlich Arbeiten der frühen 1970er Jahre, in denen Hartung das Formenpotenzial der beiden vorangegangenen Jahrzehnte mit neuen, stärker flächig ausgerichteten Formelementen verbindet. Seine Kompositionen zeigen nun häufig breite, mit dem Spachtel oder breitem Flachpinsel aufgetragene Farbzonen oder, wie in der vorliegenden Arbeit, mittels Farbrollen aufgebrachte Farbbahnen. Hartung breitet ein ganzes dynamisches Linienbündel in unterschiedlicher Überlagerung, Dichte und Strukturierung vor dem ockerfarbenen Grund aus. Hartungs charakteristische Liniengefüge befinden sich heute in zahlreichen öffentlichen Sammlungen. Zuletzt ehrte das Pariser Museum für Moderne Kunst den Meister des europäischen Informel mit einer großen Retrospektive. [JS]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Hans Hartung "Sans titre (24 mai 1975)"
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