Auktion: 512 / Klassische Moderne II am 12.12.2020 in München Lot 453

 
453
Volker Böhringer
Baracke im Mondlicht, 1951.
Mischtechnik auf Hartfaserplatte
Schätzpreis: € 30.000 - 40.000
+
Objektbeschreibung
Baracke im Mondlicht. 1951.
Mischtechnik auf Hartfaserplatte.
Röttger 69. Links unten monogrammiert und datiert. Verso betitelt sowie mit dem Adressaufkleber des Künstlers. 101,5 x 96,5 cm (39,9 x 37,9 in)[JS].

• Großformatige, menschenleere Industrielandschaft in seltener Relief-Technik.
• Böhringers kritischer Realismus erinnert an Otto Dix und überwindet sein Vorbild durch surreale Elemente und die faszinierend unterkühlte Malweise.
• 2018 würdigt das ART-Magazin das bis heute verkannte malerische Werk Böhringers unter dem Titel "Begabt - besessen - vergessen".
• "Höchste Zeit, dass ein Werk die Beachtung bekommt, die ihm gebührt." (ART, September 2018, S. 18).
• Böhringer ist Meister einer brillanten, kühl sezierenden Feinmalerei, die realistische und surreale Elemente meisterlich zusammenführt.
• Eine der seltenen Arbeiten Böhringers auf dem internationalen Auktionsmarkt
.

PROVENIENZ: Wohl aus der Sammlung Otto Conzelmann.
Privatsammlung Baden-Württemberg (seit ca. 2000).

AUSSTELLUNG: Bildende Hände, 1. Kunstausstellung in Baden-Württemberg, Stuttgart 1952, Kat.-Nr. 24b.
Die Industrie in der Kunst der Gegenwart, Städtisches Gustav-Lübcke-Museum, Hamm/Westf. 24.10. - 22.11.1953., Kat. Nr. 11, ohne Abb.
Volker Böhringer 1912-1961, inkl. Œuvrekatalog, Villa Merkel, Esslinger Kunstverein e.V., Esslingen, 12.12.1975-25.1.1976, Kat.-Nr. 69, mit ganzs. S-W-Abb.

"Noch härter als Dix malen! Das ist es, was ich will!"
Volker Böhringer


Aufrufzeit: 12.12.2020 - ca. 18.08 h +/- 20 Min.

Essay
"Als 1947 in Bern die erste Ausstellung deutscher, unter dem Naziregime verpönter Maler in der Schweiz gezeigt wurde, befand sich unter den illustren Namen wie Dix und Baumeister auch der völlig unbekannte 35jährige Volker Böhringer. Es war sein erster öffentlicher Auftritt. Umso erstaunlicher ist die Beachtung, die ihm als einzigem unter den Jungen zuteil wurde. Das BERNER ABENDBLATT nennt ihn unter den Surrealisten "an erster Stelle". Die WELTWOCHE zählt ihn zu "den einzigen, die etwas vom Schicksal Deutschlands in jenen Jahren ahnen lassen", und die BASELER NATIONALZEITUNG spricht von dem "erstaunlichen Volker Böhringer, der genau die Bilder gemalt hat, die man von Dix erwartet hätte". [..]"
Otto Conzelmann "Volker Böhringers Maschinenlandschaften und sein Maschinenmensch". Stuttgart, Galerie Valentien, 1976.
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Volker Böhringer "Baracke im Mondlicht"
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