Auktion: 524 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 10.12.2021 in München Lot 18

 

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Emil Schumacher
Edina I, 1983.
Mischtechnik und Sand über Collage auf Wellpapp...
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
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Edina I. 1983.
Mischtechnik und Sand über Collage auf Wellpappe, in Original-Schattenfugenrahmen montiert.
Rechts unten signiert und datiert. Verso betitelt und bezeichnet. 70 x 102 cm (27,5 x 40,1 in). Schattenfugenrahmen: 74,5 x 107 cm (29,3 x 42,1 in).
[JS].
• Charakteristische Komposition eines der deutschen Informel-Protagonisten.
• Faszinierendes Beispiel für Schumachers Action-Painting, dessen abstrakte Motivik ein wunderbares Zeugnis des hochdynamischen Malaktes ist.
• Eindrucksvolle haptische Präsenz der Farbe, die Schumachers Wunsch, Farbe als Materie zu gestalten, erfahrbar werden lässt.
• Teilnehmer der documenta II (1959), documenta III (1964) und documenta 6 (1977)
.

Die Arbeit ist im Emil Schumacher Archiv, Hagen, unter der Nummer "0/212" registriert.

PROVENIENZ: Sammlung Peter Raue, Berlin.
Arnold Herstand & Company, New York (verso mit dem Etikett).
Privatsammlung Baden-Württemberg.

AUSSTELLUNG: Emil Schumacher. Späte Bilder, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 13.5.-25.6.1989, Kat.-Nr. 92 (verso mit dem Etikett).
Emil Schumacher. Retrospektive, Galerie Nationale de Jeu de Paume, Paris/Hamburger Kunsthalle/Haus der Kunst, München, 1997/98, Kat.-Nr. 34 (mit Abb.).

Aufrufzeit: 10.12.2021 - ca. 14.52 h +/- 20 Min.

Wie kaum ein anderer abstrakter Maler lässt sich Schumacher von landschaftlichen Eindrücken inspirieren. Nicht nur formale Elemente, sondern auch die verkrustete Haptik der Oberflächen scheint auf Natureindrücken des Künstlers zu basieren. "Man möchte vom Gestus der zeichnerischen Graphismen sagen, daß er von den knorrigen Arabesken alter Olivenbäume bis zu den ruhigen Bogenformen maurischer Moscheen reicht; von der Vehemenz expressiver Gebärden bis zum reinen, wenngleich stets auch 'gestörten' Klang einer einfachen Kurve" (Werner Schmalenbach, Emil Schumacher, Köln 1981, S. 142). Auch das vorliegende Gemälde lebt von solchen architektonischen sowie landschaftlichen Anspielungen und ist doch gleichzeitig ein Bekenntnis zur reinen Malerei, die aus sich selbst heraus wirkt, Farbe und Material Raum lässt und in ihrer Dreidimensionalität eine rein malerische Landschaft bildet. [JS]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Emil Schumacher "Edina I"
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