Auktion: 533 / Modern Art Day Sale und Sammlung Hermann Gerlinger am 10.12.2022 in München Lot 463

 

463
Erich Heckel
Italienische Landschaft, 1909.
Aquarell
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
+
Italienische Landschaft. 1909.
Aquarell.
Rechts unten signiert, datiert und betitelt. Auf festem Velin. 34,5 x 43 cm (13,5 x 16,9 in), blattgroß.

• In dieser Leichtigkeit und Farbigkeit einzigartig.
• Aquarelle von Heckels Italienreise im Jahr 1909 sind äußerst selten und werden seit über 30 Jahren erstmals wieder auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Weitere Aquarelle seiner Italienreise befinden sich im Brücke-Museum in Berlin
.

PROVENIENZ: Atelier des Künstlers (bis 1957: Stuttgarter Kunstkabinett).
Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf (1957 vom Vorgenannten erworben).
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel Lugt 6032).

AUSSTELLUNG: Erich Heckel. Werke der Brückezeit. 1907-1917, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 15.9.-27.10.1957, Nr. 52.
Erich Heckel - Werke der frühen und späteren Epoche 1909-1952, Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf 1958, Kat.-Nr. 1.
Erich Heckel, Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf 1981, S. 27 (m. Farbabb.)
Erich Heckel 1883-1970. Aquarelle, Zeichnungen, Ausstellung zum 100. Geburtstag des Malers, Städtische Galerie, Würzburg, 3.7.-11.9.1983, Nr. 10 (m. Farbabb.).
Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Im Rhythmus der Natur: Landschaftsmalerei der "Brücke". Meisterwerke der Sammlung Hermann Gerlinger, Städtische Galerie, Ravensburg, 28.10.2006-28.1.2007, S. 19 u. Farbabb. S. 75.
Expressiv! Die Künstler der Brücke. Die Sammlung Hermann Gerlinger, Albertina Wien, 1.6.-26.8.2007, Kat.-Nr. 131, m. Abb.
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).

LITERATUR: Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, 30. Auktion, 26./27.11.1957, Los 308, m. SW-Abb. Tafel 32.
Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 177, SHG-Nr. 201.
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 166, SHG-Nr. 375.
Andreas Hüneke, Erich Heckel, Bd. 1, S. 72 (m. Abb.).

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 17.54 h +/- 20 Min.

Im Frühjahr 1909 reist Erich Heckel für drei Monate nach Italien, das für Generationen von Künstlern mit seinen geschichtsträchtigen Stätten ein Muss gewesen ist. Erich Heckel jedoch besucht das Land und die Leute. "Italienische Landschaft" zeigt seine Intension überaus klar. Heckel sucht nicht die geschichtslastigen Vorbilder, sondern das intensive und strahlende Licht der südlichen Landschaft. Der Künstler bezieht ein eigenes Atelier in Rom; auf Ausflügen in die Umgebung entstehen neben Zeichnungen ebendiese strahlenden Aquarelle. Die meisten der während seines Aufenthaltes entstandenen Ölgemälde sind 1945 im Bergwerk Neustaßfurt verbrannt. So auch "Haus und Pinie" (Hünecke 1909-28), welches nach den Angaben von Siddi Heckel in der Darstellung zu dem vorliegenden Aquarell verwandt war. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Erich Heckel "Italienische Landschaft"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.