Auktion: 529 / Kunst nach 1945 / Contemporary Art am 10.06.2022 in München Lot 208

 

208
Gerhard Richter
Goldberg-Variationen, 1984.
Multiple. Öl auf Schallplatte
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
+
Goldberg-Variationen. 1984.
Multiple. Öl auf Schallplatte.
Butin 60. Verso mittig auf dem Label signiert, datiert und nummeriert. Cover und Hülle nummeriert. Aus einer Auflage von 100 jeweils handbemalten Exemplaren. Durchmesser: 30,1 cm (11,8 in).
Mit der Schallplattenhülle und dem Cover.
• Unikat.
• Außergewöhnlicher Bildträger.
• Eines der seltenen vollständigen Exemplare mit dem nummerierten Schallplattencover sowie der eingelegten, nummerierten Schutzhülle
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Niedersachsen.

Aufrufzeit: 10.06.2022 - ca. 15.17 h +/- 20 Min.

Bei der vorliegenden, formal außergewöhnlichen Arbeit dient Gerhard Richter eine Langspielplatte mit Johann Sebastian Bachs berühmten Goldberg-Variationen in der musikhistorisch bedeutenden Einspielung des kanadischen Pianisten Glenn Gould aus dem Jahr 1982 als Bildträger für eine abstrakte Komposition. 50 der insgesamt 100 Exemplare waren Richters Beitrag zu der 1984 vom Museumsverein Mönchengladbach herausgegebenen Mappe "Hommage à Cladders", zu Ehren des ehemaligen Direktors des Städtischen Museums in Mönchengladbach, geschaffen von 17 weiteren Künstlern wie u. a. Gotthard Graubner und Joseph Beuys. Die zusätzlichen 50 Exemplare wurden damals einzeln verkauft. Heute gilt diese herausragende Edition aufgrund der individuellen Bemalung Richters, die jedes dieser Exemplare zu einem malerischen Unikat werden lässt, als eine der international gefragtesten des Künstlers. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Gerhard Richter "Goldberg-Variationen"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke von Künstlern die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.