Auktion: 534 / Contemporary Art Day Sale am 09.12.2022 in München Lot 105

 

105
Willi Baumeister
Abstraktion (Konstruktion Rot-Oliv III), 1923.
Gouache, Bleistift
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
+
Abstraktion (Konstruktion Rot-Oliv III). 1923.
Gouache, Bleistift.
Wird unter der Nachtragsnummer 0140A im Archiv Baumeister, Stuttgart, geführt. Rechts unten auf dem Unterlagekarton signiert. Auf dünnem Karton. 32,2 x 21,8 cm (12,6 x 8,5 in), blattgroß. Unterlagekarton: 35,5 x 24 cm (13,9 x 9,4 in).

• Entwurf für die von Amédée Ozefant und Le Corbusier herausgegebene Zeitschrift "L’Esprit Nouveau".
• Baumeister, der ab 1928 an der Städelschule lehren wird, ist schon früh international anerkannt.
• Aus figürliche und flächentektonischen Teilformen bildet Baumeister einen figürlichen Konstruktivismus.
• Ein weiterer Entwurf zu dem Motiv für "L’Esprit Nouveau" befindet sich im Museum of Modern Art, New York
.

Mit einer Fotoexpertise von Felicitas Baumeister, Stuttgart. Die Arbeit wird in den digitalen Nachtrag zum Werkverzeichnis der Zeichnungen, Gouachen und Collagen aufgenommen.

PROVENIENZ: Privatsammlung Schweiz.

LITERATUR: L'Esprit Nouveau, Heft 25, Paris 1924.

Aufrufzeit: 09.12.2022 - ca. 13.36 h +/- 20 Min.

"L'Esprit Nouveau" ist eine Avantgarde-Zeitschrift, die von Amédée Ozenfant und Le Corbusier gemeinsam mit Paul Dermée und Michel Seuphor zwischen 1920 und 1925 herausgegeben wird. Sie vertreten mit dieser Publikation den Anspruch, einen Einblick in die zeitgenössischen Bestrebungen in den Bereichen von Bildender Kunst, Literatur, Architektur und Wissenschaft zu geben. Schon in der ersten Ausgabe der Zeitschrift ist Willi Baumeister vertreten. Unsere Abstraktion von 1923 wird in der Novemberausgabe 1924 farbig abgebildet. Bislang sind neben unserem Blatt noch zwei weitere, farbig ausgearbeitete, frühere Fassungen bekannt, von denen sich nach Angaben des Werkverzeichnisses eine in Privatbesitz (Ponert 139) und eine im Museum of Modern Art in New York (Ponert 140) befindet. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Willi Baumeister "Abstraktion (Konstruktion Rot-Oliv III)"
Dieses Objekt wird differenzbesteuert, zuzüglich einer Einfuhrumsatzabgabe in Höhe von 7 % (Ersparnis von etwa 5 % im Vergleich zur Regelbesteuerung) oder regelbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.