Auktion: 533 / Modern Art Day Sale und Sammlung Hermann Gerlinger am 10.12.2022 in München Lot 449

 

449
Gabriele Münter
Mädchen und Fischer mit Booten, Wohl um 1915.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 90.000 - 120.000
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Mädchen und Fischer mit Booten. Wohl um 1915.
Öl auf Malpappe.
Verso mit dem Nachlassstempel, mit einem Aufkleber mit der gestempelten Nummer 1257 sowie mehreren handschriftlichen Vermerken. 38 x 46 cm (14,9 x 18,1 in).

• Während des Skandinavienaufenthalts Münters entstehen einige ihrer bedeutendsten Werke.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angebote (Quelle: artprice.com)
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PROVENIENZ: Galerie Rosenbach 1973, Kat.-Nr. 344 (hier betitelt "Am Flußufer")
Privatsammlung Baden-Württemberg.

AUSSTELLUNG: Westdeutsche Kunstmesse 17.-25.3.1973, Galerie Vömel, Nr. 8 m. Abb. (hier betitelt: "Am Bootshafen").

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 17.35 h +/- 20 Min.

Münter trifft in Stockholm auf den Kreis der schwedischen Avantgarde um Sigrid Hjertén, die von Matisse beeinflusst mit einem Dekorativismus in kühlen Farben experimentieren. Sie entwickelt in dieser Zeit einen völlig neuen Stil, der stark von den Einflüssen ihrer schwedischen Malerkollegen geprägt ist. Die starke Farbigkeit und die festen Formen der Zeit des "Blauen Reiter" weichen nun einer Gestaltung in pastelligen Farben, einem fast amorphen Formengut und einer Entdichtung der Komposition. In diesem Umfeld entstehen wichtige Werke Gabriele Münters, wie z.B. Narvik Haven, das sich heute als Leihgabe der Sparebankstiftelsen DNB im Nationalmuseum in Oslo befindet. Fernab von Murnau und der alpenländischen Landschaft findet sie hier eine völlig andere Umgebung und andere Lichtverhältnisse vor. Es gelingt der Künstlerin dieses Licht des Nordens und die Weite der Landschaft stimmungsvoll einzufangen. Wo genau diese Szene entstanden ist, läßt sich nicht sagen, doch ist die Nähe des Meeres in der athmosphärischen Schilderung zu spüren. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Gabriele Münter "Mädchen und Fischer mit Booten"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.