Auktion: 533 / Modern Art Day Sale und Sammlung Hermann Gerlinger am 10.12.2022 in München Lot 524

 

524
Emil Nolde
Frauenkopf mit schwarzem Haar, Um 1920.
Aquarell
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
+
Frauenkopf mit schwarzem Haar. Um 1920.
Aquarell.
Rechts unten zweifach signiert. Verso mit dem Stempel der Nolde Stiftung, Seebüll. Auf Velin. 54 x 41 cm (21,2 x 16,1 in), Blattgröße.
[AM].
• In Noldes Aquarellen zeigt sich immer wieder sein virtuoses Gespür für Farben und Strukturen.
• Die junge Frau ist unmittelbar aus dem freien Fluss der Farbe gewachsen.
• Seit nahezu 60 Jahren in Familienbesitz
.

Mit einer Fotoexpertise von Prof. Dr. Manfred Reuther, Klockries, vom 4. November 2022. Die Arbeit ist in seinem Archiv unter der Nummer „Nolde A - 255/2022“ registriert.

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass des Künstlers (bis 1964).
Sammlung Nordrhein-Westfalen (ab 1964, Galerie Commeter, Hamburg).
Seither in Familienbesitz.

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 19.15 h +/- 20 Min.

Das Feld der Porträts und Bildnisse bildet eine spannungsreiche Werkgruppe im Œuvre Emil Noldes. Erstaunlicherweise kommt diesen Arbeiten nur selten die gleiche Beachtung zu wie seinen Blumenstillleben und Landschaften. Besonders verwunderlich erscheint dieser Umstand, da die meisten seiner Bildnisse eine beinahe magische Präsenz entfalten und sich in ihnen eine Ausdruckskraft manifestiert, der man sich kaum entziehen kann. Unter diesen Werken ist dabei eine eher geringe Zahl als Porträt im engeren Sinne zu verstehen, denn vielmehr als um die genaue Schilderung der äußerlichen Eigenschaften der dargestellten Personen geht es Nolde darum, ihren Charakter, ihre Gefühle und Stimmungen sichtbar zu machen. Eine lebendige Mimik, ein herausfordernder Blick – das höchst individuelle seines Gegenübers soll zum Ausdruck kommen. Durch Noldes Fähigkeit, diese Eigenschaften auf äußerst differenzierte Weise zu charakterisieren, verleiht er seinen Darstellungen eine Lebendigkeit, die unter den Bildnissen dieser Zeit ihresgleichen sucht. [AM]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Emil Nolde "Frauenkopf mit schwarzem Haar"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.