Auktion: 534 / Contemporary Art Day Sale am 09.12.2022 in München Lot 144

 

144
Thomas Schütte
Frau VI, 2016.
Bronze, werkimmanente Korrosion
Nachverkaufspreis: € 40.000
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Frau VI. 2016.
Bronze, werkimmanente Korrosion.
Seitlich an der Plinthe monogrammiert und nummeriert sowie mit der Nummer "211298". Eines von 20 Exemplaren. 8 x 35 x 23 cm (3,1 x 13,7 x 9 in).
[SM].
• Nächstes Jahr plant das Museum of Modern Art in New York eine große Retrospektive des Künstlers.
• Die Fondation Beyeler widmet 2013/2014 dem figurativen Schaffen Thomas Schüttes eine umfangreiche Einzelausstellung.
• Schüttes Werk zeugt von radikaler Experimentierlust, die ihn zu einem der faszinierendsten und innovativsten Künstler der heutigen Zeit macht.
• Seit Anfang der 1990er Jahre beschäftigt sich Schütte mit der weiblichen Figur und verschiebt dabei die Grenzen der menschlichen Form.
• Schütte lotet die Möglichkeiten der plastischen Gestaltung der menschlichen Figur neu aus und findet zu einer innovativen Formsprache
.

PROVENIENZ: Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf.
Sammlung Prof. Dr. Olbricht, Essen.

Thomas Schütte ist vielleicht einer der vielseitigsten deutschen Künstler der Gegenwart. In seinem nunmehr vier Jahrzehnte umspannenden, facettenreichen Œuvre finden sich Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien, Druckgrafiken, Skulpturen, Installationen und Architekturmodelle, sodass eine konkrete Einordnung seines Schaffens unmöglich erscheint. Thomas Schütte wagt sich an klassische Techniken, Genres und Themen, in denen längst alles erzählt zu seien scheint. So auch die plastisch modellierte Frauenfigur, die er in dauerhaften Materialien wie Bronze, Aluminium und Stahl umsetzt. "Die Ende der neunziger Jahre aus kleinen Keramikfiguren hervorgegangenen Frauenskulpturen zeigen die Bandbreite seiner experimentellen Praxis: So lassen sich die ersten liegenden weiblichen Akte noch dem Umfeld der klassizistischen Figuren des frühen 20. Jahrhunderts zuordnen, erinnern an die schwergewichtigen Akte Maillols. Dagegen widersetzen sich die danach entstandenen monumentalen Frauen mit abgesägten Gliedmaßen, Verzerrungen, platt gewalzten Körpern, aufreizenden Posen – rücksichtslos exponiert auf stählernen Arbeitstischen – jeglicher stilistischen Einordnung in die offizielle Kunstgeschichte. Sein rabiater Umgang mit dem Motiv entspringt allerdings nicht dem Anliegen, um des Tabubruchs willen die obsolet gewordene Formenwelt der Moderne zu entwerten, sondern künstlerische Ausdrucksmittel zu überprüfen, um sie für die Gegenwart nutzbar zu machen." (zit. nach Andrea Bellini und Dieter Schwarz, Thomas Schütte - Frauen, 2013) Thomas Schütte studiert von 1973 bis 1981 an der Düsseldorfer Kunstakademie in der Klasse von Fritz Schwegler und später bei Gerhard Richter.
Heute zählt er zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Gegenwartskunst. Die Fondation Beyeler nennt ihn "einen der faszinierendsten und innovativsten Künstler der heutigen Zeit". Mit beeindruckender Kontinuität werden seine Arbeiten in bedeutenden Einzelausstellungen der renommiertesten internationalen Museen gezeigt: 2004 im Stedelijk Museum in Amsterdam, 2006 in der Staatlichen Kunsthalle in Baden-Baden, 2009 im Haus der Kunst in München, 2010 im Museo Reina Sofía in Madrid, 2012 in der Serpentine Gallery in London und 2013 in der Fondation Beyeler in Basel. 2016 ehrt in das Moderna Museet in Stockholm mit einer ersten Retrospektive. Drei mal stellt Schütte auf der documenta aus: 1987, 1992 und 1997 auf der documenta 8, IX und X. 2005 wird ihm für seine Frauenskulpturen der Goldene Löwe der Biennale in Venedig verliehen.



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Thomas Schütte "Frau VI"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.