Auktion: 547 / Modern Art Day Sale am 09.12.2023 in München Lot 424

 

424
Rolf Nesch
Karl Muck, 1931.
Kaltnadelradierung mit Plattenton
Schätzpreis: € 14.000 - 18.000
+
Karl Muck. 1931.
Kaltnadelradierung mit Plattenton.
Helliesen/Sørensen 414. Signiert und bezeichnet "Selbstdruck". Handabzug vor der kleinen unnummerierten Auflage für das Portfolio von vermutlich weniger als 9 Exemplaren. Auf feinem Papier. 45,2 x 34,9 cm (17,7 x 13,7 in). Papier: 51,5 x 39,5 cm (20,2 x 15,6 in).
Aus der Folge "Karl Muck und sein Orchester" (Helliesen/Sørensen 389-421). [JS].

• Äußerst seltene Arbeit.
• Bisher wurde erst ein weiterer Abzug auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Weitere Abzüge befinden sich in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, des British Museums, London und des National Museums, Oslo
.

PROVENIENZ: Privatsammlung.
Galerie Nierendorf, Berlin (1979 vom Vorgenannten erworben. Verso mit dem handschriftlichen Besitzvermerk).
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

"Was Nesch vom Bildnis des Dirigenten mit dem Taktstock sagte, gilt für die gesamte Folge: 'Eine Vision, die geladen ist mit Musik', eine Vision, die aus Dunkelheiten aufleuchtet und die ohne das Erlebnis des Zuhörens nicht zu erklären ist."
Heinz Spielmann, zit. nach: Rolf Nesch. 1893-1975. Retrospektive zum 100. Geburtstag, Ausst.-Kat. Cismar/Esslingen/Heidenheim, Schleswig 1993, S. 11

Aufrufzeit: 09.12.2023 - ca. 18.04 h +/- 20 Min.

Die Radierungen der Folge "Karl Muck und sein Orchester" sind beispielhaft für die experimentelle Verwendung der Drucktechniken bei Rolf Nesch. Die Arbeiten entstehen 1931 im Auftrag des Hamburger Senats, vermittelt durch Max Sauerlandt zum 70. Geburtstag des Dirigenten der Hamburger Philharmonie Karl Muck. Das vorliegende Blatt "Karl Muck" ist das fazinierendste Bildnis des in geniehafter Pose aufs Papier gesetzten Dirigenten. Wie aus dem Nichts des dunklen Plattentones treten der nur schemenhaft umrissene Kopf und die Hände mit dem Attribut des Taktstockes hervor. [JS]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Rolf Nesch "Karl Muck"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 800.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 800.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 800.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 22 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 800.000 Euro: hieraus Aufgeld 27 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 800.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 21 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 800.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.