3
Paula Modersohn-Becker
Sitzendes Mädchen mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand, Um 1903.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
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Paula Modersohn-Becker
Sitzendes Mädchen mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand, Um 1903.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Paula Modersohn-Becker
1876 - 1907
Sitzendes Mädchen mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand. Um 1903.
Öl auf Malpappe.
Links unten monogrammiert. Verso von Otto Modersohn nachträglich bezeichnet "Mädchen mit blauem Hut Otto Modersohn". 32,4 x 23,3 cm (12,7 x 9,1 in).
Diesem Gemälde vorausgehende Zeichnungen bzw. Kompositionsstudien sind "Sitzendes Mädchen mit Hut, eine Blume haltend" (um 1903), "Mädchen mit Hut, eine Blume in der erhobenen rechten Hand haltend" (um 1903), siehe Anne Röver-Kann, Wolfgang Werner u. Rebecca Duckwitz, Paula Modersohn-Becker. Werkverzeichnis der Handzeichnungen, Bd. 1: Zeichnungen, München 2023, WVZ-Nr. E IV/131 u. E IV/132 u. E IV/133. [CH].
• Neben ihren Selbstbildnissen gehören die Kinderbilder zu den Hauptwerken im Œuvre der Künstlerin und zu ihren gesuchtesten Arbeiten auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Seit 65 Jahren Teil derselben Privatsammlung.
• Enge Verwandtschaft zu den bekannten Gemälden "Brustbild eines Mädchens mit blauem Hut und Blume" (Berkeley Art Museum) und "Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut" (Von der Heydt-Museum, Wuppertal).
• Von Bremen nach New York: 2024/25 findet Modersohn-Beckers erste Museumsretrospektive in den USA statt (Neue Galerie, New York / Art Institute of Chicago).
• 150. Geburtstag: 2026 wird die Künstlerin mit viel besprochenen Ausstellungen geehrt, darunter "Becoming Paula" in den Museen Böttcherstraße, Bremen, und "Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch" im Albertinum Dresden.
PROVENIENZ: Nachlass der Künstlerin, Worpswede/Fischerhude.
Sammlung Ernst Friedrich (Ernesto) Blohm, Caracas/Venezuela (1961 erworben, Hauswedell, Hamburg).
Seitdem in Familienbesitz.
LITERATUR: Günter Busch, Milena Schicketanz, Wolfgang Werner, Paula Modersohn-Becker 1876-1907. Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. II, München 1998, WVZ-Nr. 392 (m. SW-Abb., S. 275).
- -
Dr. Ernst Hauswedell Buch- und Kunstantiquariat, Hamburg, 105. Auktion, Graphik, Handzeichnungen, Bilder, Plastik, 5.6.1961, Los 714 (m. Abb., Tafel IV, mit der Datierung "um 1906").
Aufrufzeit: ca. 17.04 h +/- 20 Min.
1876 - 1907
Sitzendes Mädchen mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand. Um 1903.
Öl auf Malpappe.
Links unten monogrammiert. Verso von Otto Modersohn nachträglich bezeichnet "Mädchen mit blauem Hut Otto Modersohn". 32,4 x 23,3 cm (12,7 x 9,1 in).
Diesem Gemälde vorausgehende Zeichnungen bzw. Kompositionsstudien sind "Sitzendes Mädchen mit Hut, eine Blume haltend" (um 1903), "Mädchen mit Hut, eine Blume in der erhobenen rechten Hand haltend" (um 1903), siehe Anne Röver-Kann, Wolfgang Werner u. Rebecca Duckwitz, Paula Modersohn-Becker. Werkverzeichnis der Handzeichnungen, Bd. 1: Zeichnungen, München 2023, WVZ-Nr. E IV/131 u. E IV/132 u. E IV/133. [CH].
• Neben ihren Selbstbildnissen gehören die Kinderbilder zu den Hauptwerken im Œuvre der Künstlerin und zu ihren gesuchtesten Arbeiten auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Seit 65 Jahren Teil derselben Privatsammlung.
• Enge Verwandtschaft zu den bekannten Gemälden "Brustbild eines Mädchens mit blauem Hut und Blume" (Berkeley Art Museum) und "Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut" (Von der Heydt-Museum, Wuppertal).
• Von Bremen nach New York: 2024/25 findet Modersohn-Beckers erste Museumsretrospektive in den USA statt (Neue Galerie, New York / Art Institute of Chicago).
• 150. Geburtstag: 2026 wird die Künstlerin mit viel besprochenen Ausstellungen geehrt, darunter "Becoming Paula" in den Museen Böttcherstraße, Bremen, und "Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch" im Albertinum Dresden.
PROVENIENZ: Nachlass der Künstlerin, Worpswede/Fischerhude.
Sammlung Ernst Friedrich (Ernesto) Blohm, Caracas/Venezuela (1961 erworben, Hauswedell, Hamburg).
Seitdem in Familienbesitz.
LITERATUR: Günter Busch, Milena Schicketanz, Wolfgang Werner, Paula Modersohn-Becker 1876-1907. Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. II, München 1998, WVZ-Nr. 392 (m. SW-Abb., S. 275).
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Dr. Ernst Hauswedell Buch- und Kunstantiquariat, Hamburg, 105. Auktion, Graphik, Handzeichnungen, Bilder, Plastik, 5.6.1961, Los 714 (m. Abb., Tafel IV, mit der Datierung "um 1906").
Aufrufzeit: ca. 17.04 h +/- 20 Min.
Im Mittelpunkt des durch ihren viel zu frühen Tod recht überschaubaren Œuvres von Paula Modersohn-Becker steht der Mensch. Neben ihren Selbstbildnissen ist sie heute insbesondere für ihre gesuchten Kinderbildnisse bekannt, denen sie sich ab 1898, nach ihrem Umzug in die Künstlerkolonie Worpswede, widmet.

Vor der Entstehung des hier angebotenen Gemäldes zeichnet die Künstlerin zunächst einige wenige Kompositionsskizzen eines sitzenden Mädchens mit Hut, eine Blume in der Hand haltend, die Modersohn-Beckers intensive kompositorische Auseinandersetzung mit diesem Motiv bezeugen (vgl. Werkverzeichnis der Handzeichnungen, Nr. E IV/130-E IV/133).
In mancher Hinsicht ähnelt das Mädchen der damals etwa fünfjährigen Stieftochter der Künstlerin, Elsbeth Modersohn (1898-1984), Otto Modersohns Tochter aus erster Ehe, die der Künstlerin hin und wieder für ihre Zeichnungen und Gemälde Modell steht. Auch in mehreren Gemälden verarbeitet die Künstlerin dieses Motiv, darunter "Brustbild eines Mädchens mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand" (um 1903, Berkeley Art Museum and Pacific Film Archiv, University of California) und die hier angebotene Arbeit (vgl. Werkverzeichnis der Gemälde, Nr. 392-394). Etwas später entsteht noch ein weiteres Gemälde mit diesem Motiv: "Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut" (um 1904, Von der Heydt-Museum, Wuppertal).

In diesen Jahren um 1903/04 trägt Modersohn-Becker die Farben meist recht pastos auf, kratzt mit dem Pinselstiel in die Farbschichten hinein und erreicht zum Teil eine fast reliefartige, plastische Oberfläche, die den kindlichen Gesichtern diametral entgegensteht. Den künstlerischen Prinzipien der Künstlerin, ihrem Streben nach Vereinfachung entsprechend, sind Kopf und Körper nicht mehr klar definiert, die Gesichtszüge entindividualisiert, schematisiert, verschwommen und ins Flächige überführt: "Die große Einfachheit der Form, das ist etwas Wunderbares. Von jeher habe ich mich bemüht, den Köpfen, die ich malte oder zeichnete, die Einfachheit der Natur zu verleihen. [...] Stirn, Augen, Mund, Nase, Wangen, Kinn, das ist alles. Es klingt so einfach und ist doch so sehr, sehr viel." (Tagebucheintrag, Februar 1903, zit. nach: Günter Busch, Liselotte von Reinken (Hrsg.), Paula Modersohn-Becker in Briefen und Tagebüchern, Frankfurt a. Main 2007, S. 140)
In ihren Darstellungen verzichtet Modersohn-Becker auf eine genrehafte, idealisierende, gar engelsgleiche Inszenierung der Kinder, sondern findet stattdessen zu einer ganz eigenen, unverwechselbaren Bildsprache, die dem Wesen der Porträtierten entspricht. In gewohnt sattem Kolorit entwirft die Künstlerin ein Bild von Vertrautheit und Nähe, von Stille und Distanz, von Dunkelheit und sanftem Leuchten. So ist "Paula Modersohn [...] in ihrem kurzen Leben der modernen Kunstentwicklung um einige ausgreifende Schritte vorangegangen, noch bevor die Begründer der neuen Kunstsprache des Expressionismus oder des Kubismus sich in entsprechender Form artikulieren konnten" (Günter Busch, Paula Modersohn-Becker. Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. I, München 1998, S. 3). [CH]

Paula Modersohn-Becker, Kompositionsstudie, Mädchen mit Hut, eine Blume in der erhobenen rechten Hand haltend, um 1903, Kohle auf blauem Papier, Niedersächsisches Landesmuseum, Hannover.
Vor der Entstehung des hier angebotenen Gemäldes zeichnet die Künstlerin zunächst einige wenige Kompositionsskizzen eines sitzenden Mädchens mit Hut, eine Blume in der Hand haltend, die Modersohn-Beckers intensive kompositorische Auseinandersetzung mit diesem Motiv bezeugen (vgl. Werkverzeichnis der Handzeichnungen, Nr. E IV/130-E IV/133).
In mancher Hinsicht ähnelt das Mädchen der damals etwa fünfjährigen Stieftochter der Künstlerin, Elsbeth Modersohn (1898-1984), Otto Modersohns Tochter aus erster Ehe, die der Künstlerin hin und wieder für ihre Zeichnungen und Gemälde Modell steht. Auch in mehreren Gemälden verarbeitet die Künstlerin dieses Motiv, darunter "Brustbild eines Mädchens mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand" (um 1903, Berkeley Art Museum and Pacific Film Archiv, University of California) und die hier angebotene Arbeit (vgl. Werkverzeichnis der Gemälde, Nr. 392-394). Etwas später entsteht noch ein weiteres Gemälde mit diesem Motiv: "Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut" (um 1904, Von der Heydt-Museum, Wuppertal).

Paula Modersohn-Becker und ihre Stieftochter Elsbeth in Worpswede, um 1903, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek.
In diesen Jahren um 1903/04 trägt Modersohn-Becker die Farben meist recht pastos auf, kratzt mit dem Pinselstiel in die Farbschichten hinein und erreicht zum Teil eine fast reliefartige, plastische Oberfläche, die den kindlichen Gesichtern diametral entgegensteht. Den künstlerischen Prinzipien der Künstlerin, ihrem Streben nach Vereinfachung entsprechend, sind Kopf und Körper nicht mehr klar definiert, die Gesichtszüge entindividualisiert, schematisiert, verschwommen und ins Flächige überführt: "Die große Einfachheit der Form, das ist etwas Wunderbares. Von jeher habe ich mich bemüht, den Köpfen, die ich malte oder zeichnete, die Einfachheit der Natur zu verleihen. [...] Stirn, Augen, Mund, Nase, Wangen, Kinn, das ist alles. Es klingt so einfach und ist doch so sehr, sehr viel." (Tagebucheintrag, Februar 1903, zit. nach: Günter Busch, Liselotte von Reinken (Hrsg.), Paula Modersohn-Becker in Briefen und Tagebüchern, Frankfurt a. Main 2007, S. 140)
In ihren Darstellungen verzichtet Modersohn-Becker auf eine genrehafte, idealisierende, gar engelsgleiche Inszenierung der Kinder, sondern findet stattdessen zu einer ganz eigenen, unverwechselbaren Bildsprache, die dem Wesen der Porträtierten entspricht. In gewohnt sattem Kolorit entwirft die Künstlerin ein Bild von Vertrautheit und Nähe, von Stille und Distanz, von Dunkelheit und sanftem Leuchten. So ist "Paula Modersohn [...] in ihrem kurzen Leben der modernen Kunstentwicklung um einige ausgreifende Schritte vorangegangen, noch bevor die Begründer der neuen Kunstsprache des Expressionismus oder des Kubismus sich in entsprechender Form artikulieren konnten" (Günter Busch, Paula Modersohn-Becker. Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. I, München 1998, S. 3). [CH]
Aufgeld und Steuern zu Paula Modersohn-Becker "Sitzendes Mädchen mit blauem Hut und Blume in der rechten Hand"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 34 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 29 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 22 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 34 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 29 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 22 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
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Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
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