Auktion: 305 / Wertvolle Bücher am 13./14.11.2006 Lot 336

 
Claude Guichard - Funerailles. 1581.

336
Claude Guichard
Funerailles. 1581.
Schätzung:
€ 400
Ergebnis:
€ 321

(inkl. 19% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Guichard, C., Funerailles & diverses manieres d'ensevelir des Rommains, Grecs, & autres nations, tant anciennes que modernes. Mit breiter architekt. Holzschnitt-Titelbordüre und 35 Textholzschnitten sowie einigen gr. Holzschnitt-Initialen. Lyon, J. de Tournes 1581. Etw. spät. Ldr. mit RSch. und RVerg. 4to. 4 Bll., 546 S., 11 Bll.
Cartier 616. - BM STC, French Books S.212. - Adams G 1545. - Brun S. 206. - Alden/Landis A 581/1. - Nicht bei Sabin, Palau und den anderen einschlägigen Americana-Sammlungen. - Einzige Ausgabe des sowohl inhaltlich als typographisch höchst interessanten Werkes. Einige der schönen Holzschnitte stammen von Pierre Eskrich und werden von Brun, der die Ausstattung sehr lobt, des näheren beschrieben. Besonders bemerkenswert ist die Verwendung der Civilité-Schrift, die hier von de Tournes das zweite Mal benutzt wird (erstmals 1578): die 4-seitige Widmung an Charles Emanuel ist ganz in der großen und formschönen Civilité-Type von Robert Granjon gedruckt (Carter/Vervliet A6) und gilt unter seinen Civilité-Typen als eine der schönsten. - Das Werk behandelt die Bestattungsriten verschiedener Völker, hauptsächlich die der Griechen und Römer, daneben aber auch die von anderen Nationen. In einem eigenen Kapitel (S. 437-466) werden die Riten der Neuen Welt beschrieben, einschließlich Peru, Mexiko, Florida und Kanada. - Von besonderer Bedeutung ist ferner der Umstand, daß sich in diesem Werk die erste Petronius-Übersetzung überhaupt findet, nämlich die bekannte Geschichte Die Matrone von Ephesos aus dem Satyricon. Weder Gaselee (1910) noch die neuere Petronius-Bibliographie von Schmeling und Stuckey verzeichnen diese Übersetzung. - Vereinz. wasserrandig, Vorsatz mit längerer Eintragung von alter Hand. Einbd. bestoßen, Gelenke und Kapitale ausgebessert. Exlibris.
Only edition of this important work on funeral rites of the ancient Roman and Greeks, but also of the the natives of the New World, including Peru, Mexico, Florida, and Canada. Unnoticed by Sabin, Palau and other Americana catalogues. Typographically interesting because of de Tournes' use of the large and attractive civilité type of Robert Granjon, furthermore because of its first translation in any language of Petronius on pp. 242-246, a French translation of the famous story of the "Matron of Ephesus" from the "Satyricon" (unknown to Schmeling/Stuckey). - With architectural woodcut title boarder (Cartier no. 3), 34 woodcut illustrations in the text and some fine large historiated initials. 17th cent. calf with gilt spine and lable. - Here and there some waterstaining, front endpaper with entry by old hand. Binding bumped, joints and extremities of spine repaired. Ex libris.

336
Claude Guichard
Funerailles. 1581.
Schätzung:
€ 400
Ergebnis:
€ 321

(inkl. 19% Käuferaufgeld)