Auktion: 499 / Wertvolle Bücher am 06.07.2020 in Hamburg Lot 47

 
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Harmenszoon Rembrandt van Rijn
Selbstbildnis mit lockigem Haar, um 1630.
Radierung
Schätzpreis: € 8.000
+
Objektbeschreibung
Rembrandt

Rembrandt Harmenszoon van Rijn
Selbstbildnis mit lockigem Haar. Orig.-Radierung. Um 1630. In der Platte mittig rechts monogrammiert. Blattgröße 6 : 5,2 cm. Plattengröße 5,7 : 5 cm.

- Sehr frühes und seltenes Selbstbildnis
- Zeigt anschaulich die Wirkung von Licht und Schatten als Ausdrucksmöglichkeit
- Sehr guter Druck auf Bütten, mit schmalem Rand um die gesamte Plattenkante


Rembrandts enorme Produktion von Selbstporträts ist einmalig im 17. Jahrhundert, wenn nicht in der Geschichte der Kunst überhaupt. Über ein Zehntel all seiner Gemälde sind Selbstporträts. Auch wenn dieses spezielle Phänomen nicht zu erklären ist, so scheint sicher, daß der Künstler, dessen tiefes Interesse am menschlichen Gesicht in seinem ganzen Werk belegt ist, auch in sich selbst ein konstantes und verläßliches Modell fand. Die radierten Selbstporträts sind nicht so zahlreich und chronologisch regelmäßig wie die gemalten. Aus der Leidener Zeit gibt es nur wenige, in den ersten Jahren in Amsterdam erscheinen sie dann mit deutlich offiziellerem Charakter. Rembrandt präsentiert sich nun dem Betrachter in kostbaren Gewändern und Attributen, wie pelzverbrämtem Mantel und Mütze oder einem exotischen Säbel. Nach 1640 entstehen kaum noch radierte Selbstporträts, jedoch Ölgemälde, auf denen Rembrandt sich bis zu seinem Lebensende selbst darstellt (vgl. Jan Piet Filedt Kok, Rembrandt. Etchings & Drawings in the Rembrandt House, Amsterdam 1972, S. 157).

- ZUSTAND: Guter Druck auf Bütten, mit schmalem Rand um die Platte.

LITERATUR: Bartsch 1. - White/Boon 1 II (von 2). - New Hollstein 66 II (von 2).

Orig. etching. Signed in monogram at centre right "RL". Very early self portrait in good condition on hand made paper, with small border around the plate edge.

 


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