291
Alfred Kubin
12 Briefe, 1 Karte und 1 Buch mit Widmung an Bernhard Degenhart - Dabei 1 Brief und 2 Karten, 1922-1944.
Schätzpreis: € 3.000
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Alfred Kubin
12 Briefe, 1 Karte und 1 Buch mit Widmung an Bernhard Degenhart - Dabei 1 Brief und 2 Karten, 1922-1944.
Schätzpreis: € 3.000
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Alfred Kubin
Künstler und Schriftsteller, 1877-1959. 11 eigenhändige Briefe und 1 eigenhändige Karte, sämtlich mit Unterschrift. Zwickledt 1940-1952. Zus. 23 1/2 S. Ca. 29,5 : 20,5 cm.

Umfangreiche und bedeutende Briefreihe des Künstlers an den mit ihm befreundeten Kunsthistoriker Bernhard Degenhart aus den Jahren 1940 bis 1952.

Kubin berichtet von den Entwicklungen und Veröffentlichungen seiner Arbeiten, darunter mit ausführlichen Beschreibungen zu einzelnen Werken, wie z. B. die Rauhnacht, Abenteuer einer Zeichenfeder oder Phantasien im Böhmerwald . Er schreibt über Entstehung und Drucklegung seiner Werke und zeitbedingten Problemen sowie die Bedrängnisse der Kriegszeit. Zudem schreibt er einiges Privates über seine Gesundheit, Urlaubsaufenthalte und Freizeit. Auch seine Beziehungen zu dem Verleger Reinhard Piper wird immer wieder thematisiert.
In dem Brief vom 13. Oktober 1940 geht Kubin begeistert auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Buchpublikation mit dem Kunsthistoriker Bernhard Degenhart ein. Er berichtet von gescheiterten oder verzögerten Buchprojekten in der jüngeren Vergangenheit (etwa beim Rembrandt-Verlag oder ein beschlagnahmtes Barlach-Projekt beim Piper-Verlag). Er schlägt den Schroll Verlag vor und überläßt es Degenhart dies zu arrangieren. Mit dem Brief vom 18. Nov. 1940 übersendet Kubin Degenhart verschiedenes Arbeitsmaterial, darunter Fotos, Vorzugsausgaben von Dämonen und Nachtgesichte sowie einen Sonderdruck über das Kubin-Archiv in Hamburg. Er verweist Degenhart an den Stifter des Archivs, Dr. Kurt Otto in Halle, damit das Werkverzeichnis der Druck- und Mappenwerke fundiert in das Buchprojekt einfließen kann. Zudem macht er sich Sorgen vor einer NS-Zensur: "die Monographie ist eine Sache für sich - Herr P. (Piper) möchte eine auch parteimäßig hochgeschätzte Person zum Vorwort oder Einleitung - um sich auf alle Fälle gesichert zu haben - daß es nicht wie beim Barlachband mit schwerstem Schaden für ihn [enden] würde".
Das vertraute Verhältnis zu dem Kunsthistoriker läßt Kubin eine Fülle an Informationen fachlicher und persönlicher Art niederschreiben. So lobt er in einem späten Brief: "Ich bin bezaubert davon wie Sie Ihrer spiegelnden Gefühle und Wissenschaften und Gedanken Hitze verleihen können. Im Gebilde zeichnender Künste sind Sie bestimmt der wichtigste und gültigste Diagnostiker unserer Zeit. Also haben ihre Schicksale eine starke Frucht getragen, wozu ich Wackelgreis wieder gratuliere". Später geht er noch auf den "Ulysse"-Preis der Biennale ein, den er 1952 erhielt.

- ZUSTAND: Vereinz. mit kl. Falz- und Randeinrissen. - PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.

Dabei: 1 Buch mit eigh. Widmung an Bernhard Degenhart, dat. Jan. 1944 (A. Kubin, Schemen. Königsberg 1943) und 2 eigh. Karten (1 an R. Piper mit eigh. kolor. Federzeichnung.

Extensive and important series of letters from the artist to his friend, the art historian Bernhard Degenhart. 11 autograph letters and 1 autograph postcard, all signed. Together 23 1/2 pages. Ca. 29.5 : 20.5 cm. - Here and there few tears in the margins. - 1 addition. Significant French private collection.





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