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Thomas Schütte
Pope, 2006.
Keramik, mit Glasur, mit einem Wandsockel
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
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Thomas Schütte
Pope, 2006.
Keramik, mit Glasur, mit einem Wandsockel
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
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Thomas Schütte
1954

Pope. 2006.
Keramik, mit Glasur, mit einem Wandsockel.
Unikat. Büste: 40 x 30 x 30 cm (15,7 x 11,8 x 11,8 in). Wandsockel: 13,5 x 35 x 25

• Unikat.
• Einzige plastische Arbeit zu diesem Motiv in Thomas Schüttes Œuvre.
• Traditionskritische Aneignung des seit Jahrhunderten etablierten Genres der Papstbüste.
Thomas Schütte zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Gegenwartskunst.
• Das Museum of Modern Art in New York widmete zuletzt dem deutschen Künstler eine umfangreiche Retrospektive (September 2024 bis Januar 2025).
• Das K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, zeigt von November 2026 bis April 2027 eine umfassende Einzelausstellung des bedeutenden Verfechters der figurativen Bildhauerei
.

PROVENIENZ: Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf.
Olbricht Collection, Essen/Berlin (2006 vom Vorgenannten erworben).

AUSSTELLUNG: Rockers Island. Olbricht Collection, Museum Folkwang, Essen, 5.5.-1.7.2007, Kat.-Nr. 151 (m. Abb.).
Lebenslust & Totentanz, Olbricht Collection, Kunsthalle Krems, 18.7.-7.11.2010, S. 186 (o. Kat.-Nr.).
Zwei Sammler. Thomas Olbricht und Harald Falckenberg, Deichtorhallen Hamburg, 24.6.-21.8.2011, S. 53 (o. Kat.-Nr.).
Schöne Grüße Thomas Schütte, me Collectors Room, Berlin, 2013/14 (o. Katalog).
Gediegenes und Kurioses aus der Sammlung Olbricht, Museum Folkwang, Essen, 2016 (o. Katalog).
. sogar der Fachmann staunt!, Museum Folkwang, Essen, 2021.

LITERATUR: Thomas Olbricht und Georg Laue, Wunderkammer Olbricht. Meisterwerke aus Renaissance und Barock, S. 341 (m. Abb.)
https://www.thomas-schuette.de/ajax.php#/2.02.23.012 (aufgerufen am 7.5.2026).

"Keramik ist ein demokratisches Material. Es ist billig, es ist alltäglich, aber es kann auch monumental sein. Mit den Päpsten wollte ich zeigen, dass selbst die mächtigsten Figuren aus Ton gemacht sind – und damit zerbrechlich."

"Der Papst ist eine Figur, die alle kennen – ein Symbol für Macht, aber auch für Lächerlichkeit. Ich wollte diese Ambivalenz einfangen: Er ist gleichzeitig heilig und absurd."
Thomas Schütte im Gespräch mit Julian Heynen, 2010.

Aufrufzeit: ca. 17.54 h +/- 20 Min.

Die Institution des Papstes steht für Autorität, Tradition und Dogmatismus. Die Bildnisse von Päpsten gelten oftmals als besonders herausragende Werke der jeweiligen Künstler. So gelten die von Gian Lorenzo Bernini gefertigten Papstbüsten als Höhepunkte des Barock. Seit Jahrhunderten werden Büsten der Päpste im Auftrag des Heiligen Stuhls oder auch als freie Arbeiten ganz unterschiedlicher Künstler angefertigt. Thomas Schütte greift hier also auf eines der traditionsbehafteten Sujets der westlichen Kunstgeschichte zurück. Und wie nicht anders zu erwarten wird das Motiv durch Thomas Schüttes expressiven Stil umgedeutet. Material und Ausdruck sind besonders. Nicht Bronze oder Marmor, sondern glasierte Keramik ist gewählt. "Keramik ist ein demokratisches Material. Es ist billig, es ist alltäglich, aber es kann auch monumental sein. Mit den Päpsten wollte ich zeigen, dass selbst die mächtigsten Figuren aus Ton gemacht sind – und damit zerbrechlich." (Thomas Schütte, Riehen/Basel 2013, S. 96).
Das Papst-Bildnis Schüttes ist nicht mehr Abbild einer realen Person, sondern eine Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit, mit der Funktion dieser Institution. Es zeigt eine Persönlichkeit, in die man die Bürde des Amtes ebenso wie die Karikatur desselben hineininterpretieren kann. Durch die in Farbschichten zerlaufende Glasur ist die Ästhetik grundlegend gebrochen. Thomas Schütte lässt das Abbild des Stellvertreters Gottes auf Erden zwischen Ehrfurcht und Provokation entstehen. Darin zeigt sich, wie vielschichtig hinterfragend der Künstler das Thema jedweder Figur angeht, die er in seinem Œuvre bearbeitet.
Egal ob es "Mann im Matsch" (1982–2014), "Große Geister" (1995–2004), "Frauen" (1998–2006), "Fratelli" (2012–2018) oder "Wichte" (2006) sind, um nur einige seiner Werkreihen zu benennen. Die "Wichte" (2006, Bronze) sind in formaler Hinsicht durchaus vergleichbar, doch ist mit der Materialwahl Keramik für den Papst die Einzigartigkeit des Unikats gewählt. Der "Pope" steht für diese intensive und vielschichtige Durchdringung. [EH]




Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Thomas Schütte "Pope"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 34 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 29 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 22 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlagspreis bis 1.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 1.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 1.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.


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