Auktion: 600 / Evening Sale am 05.12.2025 in München
Lot 125000453

125000453
Ernst Wilhelm Nay
Smaragd in Grau, 1956.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 150.000 - 200.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Smaragd in Grau. 1956.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und datiert sowie betitelt und mit einer Richtungsangabe bezeichnet. 100 x 125 cm (39,3 x 49,2 in).
• Aus der bedeutenden Werkgruppe der Scheibenbilder.
• Das Gemälde besticht durch die spannungsreiche Kombination aus dem tiefen Smaragdgrün und der grauen Grundtonalität.
• Im Entstehungsjahr ist der Künstler mit weiteren "Scheibenbildern" auf der Biennale in Venedig vertreten sowie ein Jahr später in der großen Überblicksschau "German Art of the 20th Century" im Museum of Modern Art, New York.
Wir danken Frau Dr. Brigitte Schlüter, Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln, für wertvolle Hinweise.
PROVENIENZ: Galerie Springer, Berlin 1956.
Privatsammlung England.
Privatsammlung Hessen (seit 1994, Galerie Orangerie Reinz, Köln).
AUSSTELLUNG: E. W. Nay, Galerie Springer, Berlin, 1.-30.9.1956, Kat.-Nr. 7.
LITERATUR: Aurel Scheibler, Ernst Wilhelm Nay. Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. 2: 1952-1968, Köln 1990, WVZ-Nr. 793 (m. Farbabb.)
--
Franziska Müller, Ernst Wilhelm Nays "Vom Gestaltwert der Farbe" als Künstlertheorie und Zeitzeugnis, Marburg 2016, S. 187.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und datiert sowie betitelt und mit einer Richtungsangabe bezeichnet. 100 x 125 cm (39,3 x 49,2 in).
• Aus der bedeutenden Werkgruppe der Scheibenbilder.
• Das Gemälde besticht durch die spannungsreiche Kombination aus dem tiefen Smaragdgrün und der grauen Grundtonalität.
• Im Entstehungsjahr ist der Künstler mit weiteren "Scheibenbildern" auf der Biennale in Venedig vertreten sowie ein Jahr später in der großen Überblicksschau "German Art of the 20th Century" im Museum of Modern Art, New York.
Wir danken Frau Dr. Brigitte Schlüter, Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln, für wertvolle Hinweise.
PROVENIENZ: Galerie Springer, Berlin 1956.
Privatsammlung England.
Privatsammlung Hessen (seit 1994, Galerie Orangerie Reinz, Köln).
AUSSTELLUNG: E. W. Nay, Galerie Springer, Berlin, 1.-30.9.1956, Kat.-Nr. 7.
LITERATUR: Aurel Scheibler, Ernst Wilhelm Nay. Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. 2: 1952-1968, Köln 1990, WVZ-Nr. 793 (m. Farbabb.)
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Franziska Müller, Ernst Wilhelm Nays "Vom Gestaltwert der Farbe" als Künstlertheorie und Zeitzeugnis, Marburg 2016, S. 187.
Ab 1954 setzt sich Ernst Wilhelm Nay intensiv mit der runden Form in seiner Malerei auseinander. Sie wird ab 1955 bis ca. 1962 zu seinem Hauptmotiv. Diese Werkgruppe wird charakterisiert durch rhythmische Verteilung von Farbkreisen, die in ihrer gegenseitigen Spannung und Farbvariation eine choreographische Komposition bilden. Nay selbst äußert sich zur "Scheibe" 1954 folgendermaßen: "(…) Wenn ich mit einem Pinsel auf die Leinwand gehe, gibt es einen Klecks, vergrößere ich den, dann habe ich eine Scheibe.“ (Magdalena Claesges: E. W. Nay, Lesebuch: Selbstzeugnisse und Schriften 1931-1968, Köln 2002). Die "Scheibenbilder" sind die wohl bekanntesten Werke Nays.
Die Jahre um 1956 – Entstehungszeitpunkt unseres Bildes – sind von Höhepunkten in Nays Karriere gekennzeichnet. 1955 publiziert er sein bildnerisches Programm "Vom Gestaltwert der Farbe", in dem er die Grundlagen seiner Maltheorie formuliert. Hier umschreibt Nay, dass Farbe nicht bloß illustratives Mittel sei, sondern ein eigenständiger Ausdrucksträger. Sie formt ohne Linie, sie erzählt ohne Motiv.
1956 präsentiert Ernst Wilhelm Nay seine Scheibenbilder unter anderem im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig, malt sein größtes Scheibenbild "Das Freiburger Bild" (WVZ-Nr. 812) und erhält zunehmend auch internationale Anerkennung. Seine erste Einzelausstellung in den USA findet 1955 in der New York statt.
Unser Bild wird von Grautönen und einer gedeckten Farbgebung in rhythmischer, fast schwebend anmutender Anordnung dominiert. Durchbrochen ist dies durch den leuchtend grünen Einschlag im Zentrum der Malerei sowie weitere gelbe Akzente. Mit dieser Farbpalette erzeugt Nay eine ruhige, fast meditative Stimmung – ein Spiel zwischen Zurückhaltung (grau) und leuchtender Präsenz (smaragdgrün), zwischen Ruhe und Lebendigkeit, zwischen Struktur und Intuition. Gleich einer Melodie entfaltet sich das Farbspiel in harmonischem Gleichgewicht als lausche man einer stillen Musik. [MH]
Die Jahre um 1956 – Entstehungszeitpunkt unseres Bildes – sind von Höhepunkten in Nays Karriere gekennzeichnet. 1955 publiziert er sein bildnerisches Programm "Vom Gestaltwert der Farbe", in dem er die Grundlagen seiner Maltheorie formuliert. Hier umschreibt Nay, dass Farbe nicht bloß illustratives Mittel sei, sondern ein eigenständiger Ausdrucksträger. Sie formt ohne Linie, sie erzählt ohne Motiv.
1956 präsentiert Ernst Wilhelm Nay seine Scheibenbilder unter anderem im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig, malt sein größtes Scheibenbild "Das Freiburger Bild" (WVZ-Nr. 812) und erhält zunehmend auch internationale Anerkennung. Seine erste Einzelausstellung in den USA findet 1955 in der New York statt.
Unser Bild wird von Grautönen und einer gedeckten Farbgebung in rhythmischer, fast schwebend anmutender Anordnung dominiert. Durchbrochen ist dies durch den leuchtend grünen Einschlag im Zentrum der Malerei sowie weitere gelbe Akzente. Mit dieser Farbpalette erzeugt Nay eine ruhige, fast meditative Stimmung – ein Spiel zwischen Zurückhaltung (grau) und leuchtender Präsenz (smaragdgrün), zwischen Ruhe und Lebendigkeit, zwischen Struktur und Intuition. Gleich einer Melodie entfaltet sich das Farbspiel in harmonischem Gleichgewicht als lausche man einer stillen Musik. [MH]
125000453
Ernst Wilhelm Nay
Smaragd in Grau, 1956.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 150.000 - 200.000
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