Auktion: 370 / Alte und Neuere Meister am 29.10.2010 in München Lot 1179

 
Ludwig von Hofmann - Tanzfries


 
1179
Ludwig von Hofmann
Tanzfries, 1912.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 30.000
Ergebnis:
€ 172.020

(inkl. 22% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Öl auf Leinwand
Rechts oben monogrammiert.
Verso mit altem Etikett, dort handschriftlich bezeichnet und betitelt "Tanzfries". 84,5 x 174,5 cm (33,2 x 68,7 in)
Verso mit altem Etikett des Leipziger Kunstvereins, dort nummeriert "2627".

Mit einer ausführlichen schriftlichen Expertise von Frau Dr. Wagner-Wilke, Kabern, vom 18. August 2010.

PROVENIENZ: Privatbesitz Baden-Württemberg (im Besitz der Familie seit vier Generationen, um 1920 erworben).

AUSSTELLUNG: Einer handschriftlichen Ausstellungsliste Ludwig von Hofmanns, die sich auf einige ausgewählte Gemälde bezieht, sind weitere Ausstellungsteilnahmen zwischen 1912 und 1915 zu entnehmen, auf denen die Arbeit gezeigt wurde: 1912 - Kunstverein Lübeck. 1913 - Galerie Gurlitt Berlin. 1914 - Galerie Caspari München. 1915 - Kunstverein Naumburg, Oberhessischer Kunstverein Gießen, Kunstverein Wiesbaden, Kunstverein Leipzig, Museum Weimar. Ohne Jahresangabe - Galerie Commeter, Hamburg (verso mit dem Etikett, dort nummeriert "N° 1801").
Einzelausstellungen:
Ludwig von Hofmann - Erstmaliger Überblick über das Schaffen des Künstlers 1891-1916. Galerie Arnold, Dresden, 10. Januar - Mitte Februar 1917. Im dazugehörigen Katalog ist die Arbeit unter der Rubrik "Gemälde 1912-16" unter Kat.-Nr. 32 "Tanzfries" verzeichnet.
Sonderausstellung Ludwig von Hofmann - Hessische Kunstausstellung Darmstadt 1917. Mathildenhöhe, Darmstadt, 14.6.-30.9.1917. Im dazugehörigen Katalog ist die Arbeit unter Kat.-Nr. 15 "Tanzfries" verzeichnet.

LITERATUR: Graef, Botho: Die künstlerische Welt in den Bildern Ludwig von Hofmanns. In: Zeitschrift für Bildende Kunst, Band 52, 1917, S. 133-144.

Innerhalb des Gesamtwerkes Ludwig von Hofmanns nimmt die vorliegende Arbeit einen besonderen Stellenwert ein, sind in ihr doch die gestalterischen Elemente vereint, die das Schaffen des Künstlers an der Schwelle zur Moderne in beispielhafter Weise charakterisieren: so bedient er sich einerseits, was seine Verbindung zum Jugendstil zeigt, einer betonten Flächigkeit, die ihre Steigerung in reduzierter Formensprache und klarer Komposition findet, andererseits einer Expressivität, die sich in Farbwahl und Exaltiertheit der Körper äußert. [CM].

1179
Ludwig von Hofmann
Tanzfries, 1912.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 30.000
Ergebnis:
€ 172.020

(inkl. 22% Käuferaufgeld)