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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 108

 
Objektbeschreibung
Triptyque, rouge et vert. 1964.
Öl auf Leinwand.
Poliakoff 64-66. Rechts unten signiert. 81 x 65 cm (31,8 x 25,5 in).

- Autonomer erster Teil des Triptychons.
- Typisches, atmosphärisch dichtes Gemälde
.
Die Arbeit ist unter der Nummer 964089 im Poliakoff-Archiv verzeichnet. Wir danken Herrn Alexis und Herrn Thaddée Poliakoff, Paris, für die wissenschaftliche Beratung.

PROVENIENZ: Galerie im Erker, Schweiz (verso mit dem Etikett).
Privatsammlung Fürth.

AUSSTELLUNG: (als Triptychon:)
Serge Poliakoff, Kunstmuseum St. Gallen, 11.6.-31.7.1966, Kat.-Nr. 98.
Serge Poliakoff, Musée National d’Art Moderne, Paris 22.9.-16.11.1970, Kat.-Nr. 63.
Serge Poliakoff, Musée de Tel-Aviv, Tel-Aviv 27.12.1971-1.2.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Musée des Beaux-Arts, Kopenhagen 3.3.-9.4.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Kunstnernes Hus, Oslo 13.5.-28.5.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Trondhjems Kunstforening, Trondheim 2.6.-20.6.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Lillehammer Bys Malerisamlung, Lillehammer 23.6.-14.7.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Musée d’Art Moderne, Tampere 15.8.-17.9.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Galerie des Arts, Helsinki 27.10.-12.11.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff, Galerie Editalia, Rom 26.10.-30.11.1973, Kat.-Nr. 14.

LITERATUR: Giuseppe Marchiori, Serge Poliakoff, Paris 1976, S. 111 (mit Abb.).
Ausst.-Kat. Serge Poliakoff at the Christian Fayt Art Gallery 23.6.-4.8.1984 (mit Abb.).
Christie’s London, Auktion Contemporary Art, 6.12.1985, Lot 90.

Essay
Serge Poliakoff gehört neben Jean Dubuffet, Pierre Soulages, Jean Fautrier und anderen zu den Hauptvertretern eines Künstlerkreises, der als "Nouvelle École de Paris" Geschichte geschrieben hat. Wenngleich es der Begriff anders vermuten lässt, bezeichnet die "Nouvelle École de Paris" keine Schule oder Stilform im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr die Entwicklung der abstrakten Malerei in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere bis in die frühen 1960er Jahre hinein. Poliakoff entwickelt für sich eine sehr individuelle Form abstrakter Malerei, die Farbflächen nebeneinanderstellt. Das hier vorliegende, in seinem stark reduzierten Kolorit atmosphärisch dichte Gemälde steht auf dem Höhepunkt einer künstlerischen Entwicklung, die nicht nur formal wegweisend ist, sondern auch den Zeitgeist der Kunst einfängt. Die Kompositionen seines Spätwerks sind bestimmt von einer radikalen Flächigkeit, wie Puzzleteile greifen die Kompositionselemente ineinander und bilden ein spannungsreiches, fast architektonisches Konstrukt. Ein weiteres Merkmal seiner späten Arbeiten ist die Tendenz zum Monochromen, die Farbskala ist gemäßigt. Trotz Einsatz der Komplimentärfarben Rot und Grün ist die Farbwirkung sanft, fast kontemplativ. Sein Stil ist unverwechselbar, einen Poliakoff erkennt man immer als solchen. [SM]
108
Serge Poliakoff
Triptyque, rouge et vert, 1964.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 95.000
+
 


Weitere Abbildungen
Serge Poliakoff - Triptyque, rouge et vert - Rahmenbild
Rahmenbild
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