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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 157

 
Objektbeschreibung
Le Vase de Lyon. 1972.
Collage auf Leinwand, auf Karton kaschiert.
Rechts unten signiert. Verso mit einem typografisch mit Künstlernamen, Datierung, Betitelung sowie Maß- und Technikangaben bezeichneten Galerieetikett. 50 x 39,7 cm (19,6 x 15,6 in) . [CH].

Die vorliegende Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde von Max Ernst aufgenommen.

PROVENIENZ: Galleria Iolas, Mailand.
Galleria Il Fauno, Mailand (verso mit dem Galerieetikett).
Privatsammlung Italien.
Privatsammlung Belgien.
Ehemals Privatsammlung Rheinland.

LITERATUR: Christie`s, London, 5813. Auktion, Impressionist and Modern Art. Paintings, Watercolors and Sculpture, 24.06.1997, Lot 254 (mit Farbabb.).
Kunsthaus Lempertz, Köln, 905. Auktion, Moderne Kunst, 02.06.2007, Lot 598.
"Collage-Technik ist die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realiäten auf einer augenscheinlich dazu geeigneten Ebene - und der Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt."
Max Ernst, in: Max Ernst, Biografische Notizen. Wahrheitsgewebe und Lügengewebe, in: Ausst.kat. Max Ernst, Wallraf-Richartz-Museum, Köln u. a. 1962/1963.

Essay
Die Kunstform der Collage spielt im Œuvre Max Ernsts eine sehr bedeutende Rolle. Bereits in den frühen 1920er Jahren entdeckt er als nun dadaistisch arbeitender Künstler die großartigen Möglichkeiten dieser Technik, die mit ihren häufig politischen oder gesellschaftskritischen Inhalten unter anderem auch den aus dem Krieg zurückgekehrten jungen Künstlern als Mittel zum Zweck bei der Verarbeitung der Grauen des Ersten Weltkriegs dient. Deren Empörung macht sich in dieser Zeit nicht nur in Angriffen auf die Sprache, Logik oder Literatur Luft, sondern eben auch im Angriff auf die klassische Malerei, auf die konservativ geprägte bildende Kunst und Kultur im Allgemeinen. Gemeinsam mit seiner Frau Louise Straus und dem befreundeten Künstler Hans Arp, arbeitet Max Ernst bspw. an den FaTaGaGa-Bildern, in denen im Sinne des Dada völlig wesensfremde Bildelemente zu neuen, irrationalen Kompositionen - oftmals mit begleitendem Text - zusammengefügt werden. In dieser Zeit entstehen zudem erste Collagen aus Schwarzweiß-Fotografien und einige Monate vergehen, in denen Max Ernst auf das Malen gänzlich verzichtet und sich ausschließlich auf die Herstellung der Collagen konzentriert. Das Arbeiten mit dieser Technik wird ihn über seine gesamte künstlerische Karriere bis zu seinem Tod begleiten, was die hier angebotene Arbeit aus dem Spätwerk des Künstlers eindrucksvoll unter Beweis zu stellen vermag. Aus verschiedenen alltäglichen Quellen bringt der Künstler hier auf einer kolorierten Leinwand verschiedene Materialien, Formen und Inhalte zusammen, die er bearbeitet und zu einem neuen Bild zusammensetzt, bei dem der für den Künstler so typische Form- und Gestaltungswille trotz der Vewendung bereits bestehender Elemente überdeutlich zu erkennen ist. [CH]
157
Max Ernst
Le Vase de Lyon, 1972.
Collage
Nachverkaufspreis: € 110.000
+
 


Weitere Abbildungen
Max Ernst - Le Vase de Lyon - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Max Ernst "Le Vase de Lyon"
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