Auktion: 487 / Klassische Moderne II am 08.06.2019 in München Lot 771

 
771
Gerhard Marcks
Ziegenbock, 1963.
Bronze
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 32.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Ziegenbock. 1963.
Bronze mit brauner Patina.
Rudloff 810. Auf der Plinthe mit dem Künstlersignet. An der Rückseite der Plinthe mit der Nummerierung und dem Gießerstempel "Guss Schmäke D’dorf". Einer von 3 Güssen. Ca. 97,5 x 122 x 69 cm (38,3 x 48 x 27,1 in).
Es handelt sich bei dieser Bronze um einen Auftrag der Stadtverwaltung Köln-Deutz für eine Brunnenfigur. Die erste Plastik einer Ziege arbeitete Marcks 1918 für die Keramikfabrik Velten-Vordamm (Rudloff 52). Bereits in seinen frühesten Skizzenbüchern um 1904 finden sich mehrere stark durchmodellierte Zeichnungen nach Ziegen. [EL].

PROVENIENZ: Privatsammlung Morsum.
Privatsammlung Süddeutschland.

AUSSTELLUNG: A Comprehensive Exhibition of Bronze Sculpture by Gerhard Marcks, Leonard Hutton Galleries, New York 1967, Kat.-Nr. 66, mit Abb. (anderes Exemplar).

LITERATUR: Sotheby's Parke-Bernet, Auktion 2832, New York, 1969, Los 14, mit Abb.
Neumeister München, Kunst des 20. Jahrhunderts, 2000, Los 189, mit Abb.

Essay
Bei aller Detailfreudigkeit, die die Plastiken von Gerhard Marcks auszeichnet, ist in ihren Ausformungen doch immer eine Grundtendenz zu erkennen, die dem Gesamteindruck des Werkes dient. Es ist dies eine Vereinfachung und Simplifizierung der Details. Das statuarische Element ist eines der wichtigsten Kompositionsmerkmale des Künstlers. Alles scheint in Ruhe zu verharren, auch der lebensgroße Ziegenbock, den Marcks im Auftrag der Stadt Köln für einen Brunnen gestaltet. Der Künstler erzielt dabei eine Dichte der Gesamtwirkung, die aus der Einheit von Form und Gestaltung resultiert.
771
Gerhard Marcks
Ziegenbock, 1963.
Bronze
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 32.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)