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Auktion: 489 / Kunst des 20./21. JH I am 07.06.2019 in München Lot 145

 
Objektbeschreibung
Frau mit Tieren. 1934/1939.
Öl auf Leinwand , randdoubliert.
Scheibler 256. Rechts unten signiert und datiert. 110 x 87 cm (43,3 x 34,2 in).
Verso eine verworfene und teilweise übermalte Komposition.
- Bedeutendes Gemälde der "Lofoten Bilder".
- Bedeutende Provenienz- und Ausstellungshistorie.
- Seltener großformatiger Einzelakt dieser Schaffensphase.
- Von musealer Qualität
.

PROVENIENZ: Sammlung Reitzenstein-Seel, Berlin.
Sammlung Fänn und Willy Schniewind, Neviges/Düsseldorf.
Privatsammlung USA.

AUSSTELLUNG: E. W. Nay, Galerie Franz, Berlin, 1947, Kat.-Nr. 18 mit Abb.
E. W. Nay (Retrospektive). Ölbilder, Gouachen, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik, Haus am Waldsee, Berlin, 17.5.-15.6.1952, Kat.-Nr. 50.
E. W. Nay, Retrospektive, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 9.1.-15.2.1959, Nr. 24.
Willi Baumeister - Ernst Wilhelm Nay, Kunsthalle Basel, 27.2.-27.3.1960, Kat.-Nr. 81.
E. W. Nay, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 12.11.-25.12.1966 (Wanderausstellung Berlin, Mannheim), Kat.-Nr. 20, m. Abb. S. 36.
E. W. Nay 1902-1968, Museum des Zwanzigsten Jahrhunderts, Wien, 15.4.-15.5.1967, Kat.-Nr. 19, Abb. S. 11.
E. W. Nay, Bilder und Dokumente, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, 29.3.-1.6.1980 (Wanderausstellung Haus der Kunst, München; Bayer-AG, Leverkusen; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; Neue Galerie, Kassel), Kat.-Nr. 13, Abb. 31.

LITERATUR: Werner Haftmann, E. W. Nay, Köln 1960, S. 86f., Abb. 18.
Die Welt, Ausgabe B, Hamburg, 3.10.1966, Abb.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt a. M. 10.4.1968, Abb. S. 24.
Weltkunst, 50. Jg., Heft 17, München, 1.9.1980, Abb. S. 2278.
Werner Haftmann, Verfemte Kunst, Köln 1986, S. 358 m. Abb.

Aufrufzeit: 07.06.2019 - ca. 18.25 h +/- 20 Min.

Essay
Durch Vermittlung des Lübecker Museumsdirektors C. G. Heise erhält Nay ein von Edvard Munch und Carl Hagemann finanziertes Arbeitsstipendium, das ihm 1937 einen Aufenthalt in Norwegen und auf den Lofoten ermöglicht. In den dort entstandenen "Lofoten-Bildern" erreicht sein Schaffen einen ersten Höhepunkt. Die bizarren Formationen der Berge und Fjorde, das glasklare Licht, die schattenlos leuchtenden Farben des hohen Nordens entsprechen der Natur Ernst Wilhelm Nays. Das hier Gesehene bringt ihn zu einer völlig neuen Arbeitsweise, so findet er in den sogenannten "Lofoten-Bildern" nicht nur zu einer völlig neuen Farbauffassung. Er entwickelt auch ein neues Verhältnis von Figur und Raum. "Menschliche Figuren werden zu expressiven Farbsigneten, Landschaft und Figur sind hier gleichwertige Elemente der chromatischen Bildgestaltung. [..] In einem Brief von 1937 an Carl Hagemann schreibt Nay: Die Idee, die meiner Kunst zu Grunde liegt, ist zugleich meine Mitte, mein Lebensgesetz überhaupt: die mythische Gebundenheit, über die ich mich vor nunmehr sieben Jahren zum ersten Mal aussprach. Es ist darunter die urtümliche Bindung des Menschen an Erde und Himmel zu verstehen, Erde wie Himmel sind Formen der ewigen Bewegung, des Werdens und Vergehens der Ewigkeit. Das ist ja kein Programm, keine Theorie oder ein religiöser Einfall, eher eine Vision" (zit. nach: Elisabeth Nay-Scheibler, in: Aurel Scheibler, Ernst Wilhelm Nay, Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. I, Köln 1990, S. 154). "Frau mit Tieren" begleitet den Künstler über mehrere Jahre. Das 1934/35 enstandene Werk verändert er 1939 und verändert es 1939 nochmals. In diesem Gemälde werden Landschaft, Mensch und Tier in der neuen kräftigen Farbigkeit als Umsetzung des kosmischen Verständnisses von E. W. Nay zu einer beeindruckenden Komposition. [EH]
145
Ernst Wilhelm Nay
Frau mit Tieren, 1934/1939.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
+
 


Weitere Abbildungen
Ernst Wilhelm Nay - Frau mit Tieren - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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