Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 136

 
136
Joseph Beuys
6 Hasensteine, 1982.
Schätzung:
€ 300.000
Ergebnis:
€ 362.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
6 Hasensteine. 1982.
Basaltstein mit goldener Sprühfarbe.
Schellmann 460. Zwei der großen Steine unleserlich signiert und nummeriert. 2 von 7 Exemplaren der kleinen Steine, 4 von 7 der großen Steine. Der größte Stein ca. 41 x 160 x 40 cm (16,1 x 62,9 x 15,7 in). Der kleinste Stein ca. 32 x 58 x 40 cm ( 12,6 x 22,8 x 15,7 in).

- Erstmals wird ein so umfangreiches Ensemble dieser wichtigen Werkgruppe auf dem Auktionsmarkt angeboten.
- Ein großer Teil der gesamten Auflage
.

PROVENIENZ: Klaus Staeck, Heidelberg.
Privatsammlung Süddeutschland.

AUSSTELLUNG: Mit dummen Fragen fängt jede Revolution an. Joseph Beuys, Heidelberger Kunstverein, 1996.

Essay
Gleichbedeutend mit der Natur steht das Tier im Werk von Joseph Beuys für das Ursprüngliche. Es symbolisiert eine Quelle gewaltiger Energie mit überstarken Instinkt- und Orientierungskräften, die dem Mensch längst abhanden gekommen sind. Dabei beschränkt sich der Künstler auf einige wenige Tierarten, zu denen vor allem der Hase gehört. Beuys identifiziert sich so stark mit dieser Tiergattung, dass er Sätze formuliert wie "ich bin kein Mensch, ich bin ein Hase". Die Symbolhaftigkeit der Farbe Gold und der Hase als mythologisches Tier mit vielschichtigen symbolischen Bedeutungen werden erstmals in der Aktion "Goldhase" 1982 während der Documenta VII näher zusammengebracht. Beuys schmilzt hier eine Kopie der goldenen Zarenkrone Iwans des Schrecklichen und formt daraus einen Friedenshasen mit Sonnenkugel. Nach dieser Aktion taucht der Goldhase immer wieder als zentrale Figur im Werk von Joseph Beuys auf. [SM]
136
Joseph Beuys
6 Hasensteine, 1982.
Schätzung:
€ 300.000
Ergebnis:
€ 362.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)