Auktion: 500 / Evening Sale am 17.07.2020 in München Lot 257

 
257
Uwe Lausen
VOO-DOO in einem großen Einzimmer Appartement, 1967.
Öl und Kunstharzdispersion auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
+
Objektbeschreibung
VOO-DOO in einem großen Einzimmer Appartement. 1967.
Öl und Kunstharzdispersion auf Leinwand.
Rechts unten signiert "ULAU", datiert und betitelt. 150 x 181 cm (59 x 71,2 in).

• Ein eruptives Gemälde von großer Stilsicherheit
• In den späten Gemälden kommt Uwe Lausens schöpferische Kraft zum Höhepunkt
• Seit 50 Jahren in Privatbesitz
• Vom 18.6.2020 bis 18.10.2020 zeigt die Staatsgalerie Stuttgart die Ausstellung "Du lebst nur keinmal. Uwe Lausen und Heide Stolz. Ein Künstlerpaar der 1960er Jahre."
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PROVENIENZ: Privatbesitz Süddeutschland.

AUSSTELLUNG: Uwe Lausen, Galerie Gmurzynska, Köln, 23.2.-23.3.1968, Kat.-Nr. 11.
Uwe Lausen - Ende schön alles schön, Schirn Kunsthalle, Frankfurt a. M., 4.3.-13.6.2010; Museum Villa Stuck, München, 25.6.-3.10.2010; Sammlung Falckenberg, Hamburg, 22.10.2010-23.1.2011.

"Uwe Lausens Werk zählt zu den stärksten Positionen der figurativen Malerei der 1960er-Jahre in Deutschland" (zit.nach: Pressetext Schirn Kunsthalle 2010)


Aufrufzeit: 17.07.2020 - ca. 18.39 h +/- 20 Min.

Essay
Uwe Lausen kommt als 19-Jähriger nach München, wo er unter dem künstlerischen Einfluss der Gruppe "SPUR" Malerei und Grafik schafft. Im Weiteren prägen auch der abstrakte Expressionismus und die Art brut seine Werke; in den sechziger Jahren, den Ideen des Nouveau Réalisme folgend, entdeckt er für sich die Collage als künstlerische Ausdrucksform, in die er Tapeten, Fotos und Bilder aus Printmedien einbaut. In den Jahren von 1966 bis 1969 dominiert ein realistischer Malstil, in dem Pop-Art und Hyperrealismus mit psychisch-destruktiven Bildwelten verbunden werden. Diese Arbeiten reflektieren hochsensibel die gesellschaftliche Realität der sechziger Jahre. Die geradezu brutale Art und Weise seiner Motiv- und Farbwahl lässt sich mit Arbeiten des von ihm hochgeschätzten Francis Bacon vergleichen. Uwe Lausen inszeniert kompromisslos seine Sicht auf die als verzopft und erzkonservativ empfundene Nachkriegsgesellschaft Deutschlands. Das Publikum erkennt das an und er avanciert schon jung zu einem erfolgreichen Künstler, wird mit Ausstellungen u. a. in Stuttgart (1963), München (1964 u. 1965), Paris (1964) und Berlin (1966) bedacht. Dennoch findet Lausens Leben und auch sein lediglich neun Jahre umfassendes Œuvre durch seinen Freitod ein viel zu frühes Ende. [EH]
 


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Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.